Warnung auf der Website von Burlingtin Electric (Screenshot)

Malware gefunden Hacker-Attacke auf US-Stromversorger

Stand: 31.12.2016 07:21 Uhr

Haben Hacker jetzt auch die US-Infrastruktur im Visier? Auf dem Firmenlaptop eines Stromversorgers wurde ein Schadprogramm gefunden, das die US-Behörden der angeblich russischen Grizzly-Steppe-Attacke zuordnen. Schaden gab es aber keinen.

Von Rolf Büllmann, ARD-Studio Washington

Im Netzwerk eines US-Stromversorgers ist ein Schadprogramm entdeckt worden, das die USA der mutmaßlichen russischen Hackeroperation zuordnen. Das Programm sei auf einem Firmenlaptop gefunden worden, der nicht mit dem Stromleitungssytem verbunden war, teilte der Stromversorger Burlington Electric in Vermont mit. Es sei identisch gewesen mit den Programmen, die bei Grizzly Steppe verwendet wurden.

Grizzly Steppe ist der Name, den die US-Sicherheitsbehörden einem großangelegten Hackerangriff - unter anderem auf die demokratische Partei – gaben, der ihrer Einschätzung nach von Russland ausgegangen ist.

Das jetzt bei Burlington Electric gefundene Schadprogramm wurde nicht genutzt, um den Betrieb zu stören. Aber alleine die Tatsache, dass es den Hackern gelungen ist, in die Nähe des Steuerungssystems des Stromnetzes zu kommen, versetzt die zuständigen Behörden in Aufregung.

Vermonts Gouverneur Peter Shumlin forderte eine grundlegende Untersuchung des Vorfalls. Die "Washington Post" berichtet, in Regierungskreisen frage man sich, ob das ein Testlauf war oder die Vorstufe zu einem größeren Angriff.

Russland hat die Hacking-Vorwürfe stets zurückgewiesen.

US-Stromversorger findet Schadsoftware
R. Büllmann, ARD Washington
31.12.2016 07:19 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 31. Dezember 2016 um 09:03 Uhr.

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