Deutscher Soldat in Afghanistan getötet

Bundeswehrsoldaten in Afghanistan

Einsatz im Norden des Landes

Deutscher Soldat in Afghanistan getötet

Im Norden Afghanistans ist ein Bundeswehrsoldat bei einem Angriff von Aufständischen getötet worden. Ein weiterer deutscher Soldat wurde verletzt.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière sagte, die Bundeswehr und ganz Deutschland trauerten. "Das ist eine schmerzliche, bittere Nachricht", sagte der Minister und bestätigte zugleich Vermutungen, dass es sich bei dem Getöteten um ein Mitglied der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) handelt. "Es ist das erste Mal, dass ein KSK-Soldat in Afghanistan gefallen ist", sagte er.

Reaktionen aus Berlin auf getöteten KSK-Soldaten
N. Buschschlüter, ARD Berlin
05.05.2013 16:33 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

KSK-Soldaten werden unter anderem zur Spezialaufklärung, zum Schutz eigener Kräfte, aber auch zur Ausbildung von Sicherheitskräften in anderen Staaten eingesetzt. Unter anderem waren KSK-Soldaten im Oktober 2012 an der Festnahme des Talibanführers Mullah Abdul Rahman in Nordafghanistan beteiligt.

Die Bundeswehr berichtet auf ihrer Website, die deutschen Spezialkräfte hätten im Rahmen des ISAF-Einsatzes eine afghanische Operation in der Provinz Baghlan begleitet und unterstützt. Aufständische hätten das Feuer auf die afghanischen und die ISAF-Kräfte eröffnet. Zu Opfern unter den afghanischen Soldaten liegen noch keine Angaben vor.

Karte Afghanistan Baghlan
galerie

Die Bundeswehr ist derzeit noch im Norden Afghanistans im Einsatz - unter anderem unterhält sie ein regionales Wiederaufbauteam (PRT) in der Provinz Baghlan.

Die Bundeswehr musste in Afghanistan zuletzt vor fast zwei Jahren einen Toten beklagen. Im Juni 2011 hatten Aufständische ebenfalls in Baghlan einen Sprengstoffanschlag auf eine deutsche Patrouille verübt. Dabei wurde ein Soldat getötet, fünf weitere Soldaten wurden verletzt.

Seit einiger Zeit ist die Bundeswehr dabei, Truppen und Material aus Afghanistan abzuziehen und Feldlager zu schließen. Bis Ende 2014 will die NATO ihren Kampfeinsatz am Hindukusch beenden. Ausländische Truppen sollen danach die afghanische Polizei und Armee ausbilden und beraten. Dafür bleibt auch die Bundeswehr im Land - mit bis zu 800 Soldaten.

Sieben ISAF-Soldaten am Samstag getötet

Mit dem Angriff stieg die Zahl der innerhalb von 24 Stunden getöteten ausländischen Soldaten in Afghanistan auf acht. Fünf US-Soldaten waren zuvor in der südlichen Provinz Kandahar bei der Explosion eines am Straßenrand versteckten Sprengsatzes getötet worden, zwei weitere Soldaten starben in der westlichen Provinz Farah, als ein afghanischer Soldat das Feuer auf sie eröffnete. In Farah sind vorwiegend US-Truppen stationiert. Der Samstag war damit der blutigste Tag für die ausländischen Truppen seit August 2012.

Bundeswehr-Soldat in Afghanistan getötet
tagesthemen 22:45 Uhr, 05.05.2013, Jürgen Osterhage, ARD Kabul

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Stand: 05.05.2013 12:19 Uhr

Darstellung: