Bundeswehr schickt wieder Soldaten in Afghanistans Nordosten

Rückkehr in die Provinz Badachschan

Bundeswehr muss afghanischer Polizei helfen

Die Bundeswehr schickt wieder Soldaten in die nordostafghanische Provinz Badachschan. Die Situation in der Region sei "sehr ernst", sagte der Kommandeur des ISAF-Regionalkommandos Nord, Generalmajor Jörg Vollmer, der Online-Ausgabe der "Welt".

Die Sicherheitslage für die afghanischen Sicherheitskräfte sei herausfordernd. Es gebe Gefechte mit unterschiedlichen Gruppen. Hintergrund sei, dass durch die Region viele Schmuggelrouten verliefen, so Vollmer. "Und immer dann, wenn die afghanische Polizei beginnt, Recht und Ordnung erfolgreich durchzusetzen, gehen diejenigen, die sich in ihren illegalen Geschäften gestört fühlen, gegen die einheimischen Sicherheitskräfte vor."

Hilfe bei Drohnen- und Hubschraubereinsätzen

Ein Bundeswehrsoldat in der Nähe von Kundus (Bildquelle: dpa)
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Die Bundeswehr soll mit Drohnen und bei der Luftrettung helfen. (Archivbild 2011)

Laut Vollmer baten die Afghanen die Bundeswehr um Unterstützung. Zum Beispiel bräuchten die örtlichen Sicherheitskräfte Drohnen sowie Hubschrauber zum Transport von Verwundeten. Dafür würden Verbindungsoffiziere in die Provinz entsandt.

Die Provinz Badachschan galt lange als eine der ruhigsten in Afghanistan. In der Hauptstadt Faisabad hatte die Bundeswehr im Oktober 2012 ihr Feldlager verlassen und der afghanischen Polizei übergeben. Im benachbarten Distrikt Warduj kämpfen afghanische Sicherheitskräfte bereits seit Wochen gegen kriminelle Gruppen. Die Gebirgsregion am östlichsten Zipfel Afghanistans liegt an der Grenze zu Tadschikistan, Pakistan und China.

Stand: 31.03.2013 14:30 Uhr

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