Ein bewaffneter Mann steht nachts auf einer Straße. Lichter im Hintergrund. | Bildquelle: AP

Nach dem Tod eines Aktivisten Besetzung von US-Nationalpark dauert an

Stand: 28.01.2016 05:14 Uhr

Nach dem Tod eines Aktivisten hatte es so ausgesehen, als sei die Besetzung in einem Nationalpark von Oregon beendet. Tatsächlich aber harren nach FBI-Angaben weiterhin Menschen in dem Gebäudekomplex aus - obwohl ihr Anführer zur Aufgabe aufrief.

Die gewalttätige Besetzung eines Gebäudes in einem Naturpark im US-Bundesstaat Oregon dauert entgegen anders lautender Meldungen weiterhin an. In dem Gebäudekomplex harrten noch immer Menschen aus, sagte FBI-Ermittler Greg Bretzing. Die Polizei errichtete Straßensperren und forderte die verbliebenen Besetzer zur Aufgabe auf.

Am Dienstag war einer der Besetzer bei einem Festnahmeversuch ums Leben gekommen. Wie genau es dazu kam, ist noch unklar. Acht Menschen wurden festgenommen, darunter der selbsternannte Anführer der Gruppe, Ammon Bundy. Er rief seine Anhänger dazu auf, die Besetzung zu beenden. "Bitte gebt auf. Geht nach Hause und umarmt eure Familien. Dieser Kampf geht nun vor Gericht weiter", ließ Bundy über seinen Anwalt Michael Arnold erklären. Der 40-Jährige war am Dienstag mit sieben Anhängern festgenommen worden. Mehrere Medien, darunter auch tagesschau.de hatten aufgrund von Agenturmeldungen daraufhin berichtet, die Besetzung sei beendet.

Die bewaffneten Aktivisten hatten den Gebäudekomplex Anfang Januar unter ihre Kontrolle gebracht, um gegen die Regierung in Washington zu protestieren. Der Park und der besetzte Häuserkomplex gehören der Bundesregierung.

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