Ein bewaffneter Mann steht nachts auf einer Straße. Lichter im Hintergrund. | Bildquelle: AP

Besetzung von US-Nationalpark in Oregon Polizei nimmt Bürgerwehr fest - ein Toter

Stand: 27.01.2016 09:03 Uhr

Gut drei Wochen nach der Besetzung eines Nationalparks im US-Staat Oregon hat die Polizei sieben Mitglieder der selbsternannten Bürgerwehr festgenommen, darunter auch deren Anführer. Bei dem Zugriff des FBI kam es zu einem Schusswechsel, ein Mensch wurde getötet.

Die Besetzung im Nationalpark Oregon ist nach gut drei Wochen beendet. Die Polizei hat den Anführer, den Regierungskritiker Ammon Bundy, und sechs weitere Mitglieder der selbsternannten Bürgerwehr festgenommen. Berichten zufolge waren Bundy und seine Anhänger auf dem Weg zu einem Bürgertreffen in einem Seniorenzentrum, um für ihr Anliegen zu werben. Unterwegs gerieten sie allerdings in eine Verkehrskontrolle, die in einen Schusswechsel ausartete. Eine "hinreichend tatverdächtige Person starb", teilten das FBI und die Staatspolizei von Oregon mit. Eine weiterer Mensch wurde verletzt.

Protest gegen Strafen für Rancher

Die Gruppe hatte von der US-Bundesregierung unter anderem gefordert, Teile des Naturschutzgebiets den örtlichen Ranchern zurückzugeben. Zudem begründeten sie ihre Aktion mit den aus ihrer Sicht ungerechten Urteilen gegen zwei Rancher, den 73-jährigen Dwight Hammond und dessen 46-jährigen Sohn Steven Hammond. Die beiden waren bestraft worden, weil sie vor knapp vier Jahren auf Land, das der US-Bundesregierung gehört, Feuer gelegt hatten, um Spuren ihrer Wilderei zu verwischen.

Den Festgenommenen droht den Angaben zufolge ein Strafverfahren wegen Behinderung von Polizisten durch Gewaltanwendung und Einschüchterung oder Drohungen.

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