Brüsseler Stadtteil Molenbeek | Bildquelle: AFP

Aufklärung der Terrorserie Verdächtige bei Razzien in Brüssel festgenommen

Stand: 19.11.2015 20:06 Uhr

Neun Menschen sind bei Razzien an verschiedenen Orten in Brüssel festgenommen worden. Einige von ihnen sollen in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris stehen und Kontakt zu einem der Selbstmordattentäter gehabt haben.

Bilal Hadfi | Bildquelle: AFP
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Bilal Hadfi lebte in Belgien.

Bei einem Anti-Terror-Einsatz hat die Polizei im Großraum Brüssel wieder mehrere Häuser durchsucht. Dabei sind neun Verdächtige festgenommen worden, teilte die belgische Staatsanwaltschaft mit. Sieben der Festgenommenen seien im Zusammenhang mit dem Pariser Selbstmordattentäter Bilal Hadfi gefunden worden, der zeitweise in Brüssel gelebt und sich in Paris in die Luft gesprengt hatte. Die anderen beiden Festnahmen stünden in einem weiteren Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen vom Freitag vergangener Woche.

Die Verdächtigen werden laut Staatsanwaltschaft nun verhört. Wie lange sie festgehalten werden, wollen die Ermittler am Freitag bekannt geben. Zwei weitere Terrorverdächtige sind in Belgien bereits in Haft.

Am Vormittag hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass es Razzien in der Region Brüssel gebe, darunter auch im Stadtteil Molenbeek. Die Durchsuchungen fanden "in Hadfis direktem Umfeld" wie etwa Familie und Freunde statt, sagte ein Sprecher. Unter den weiteren Orten der Razzien waren der Staatsanwaltschaft zufolge auch die gutbürgerlichen Viertel Uccle und Laeken sowie das Zentrum der belgischen Hauptstadt. Wo welche Personen festgenommen wurden, wurde noch nicht bekannt.

Belgische Regierung will Sicherheitsgesetze verschärfen
tagesschau 20:00 Uhr, 19.11.2015, Christian Feld, ARD Brüssel

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Regierung will schärfere Sicherheitsgesetze

Ministerpräsident Charles Michel kündigte unterdessen ein neues Anti-Terror-Paket an. In einer Rede vor Abgeordneten drängte er unter anderem auf eine Verfassungsänderung, um Terrorverdächtige länger ohne Anklage festhalten zu können. Auch will er mehr Sicherheitskräfte einsetzen. Darüber hinaus soll mehr getan werden, um die Verbreitung von Hassbotschaften zu unterbinden. Für zusätzliche Anti-Terror-Maßnahmen will die belgische Regierung 400 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Belgien diente einigen der Pariser Attentäter offenbar als Stützpunkt. Auch soll ein Belgier, der Dschihadist Abdelhamid Abaaoud, Drahtzieher der Terrorwelle sein, die in Paris 129 Menschen das Leben kostete.

Belgiens Anti-Terror-Kampf
K. Küstner, NDR Brüssel
19.11.2015 18:20 Uhr

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