Drei Männer mit Gepäckwagen - zwei davon mit je einem Handschuh  | Bildquelle: AFP

Verdächtiger auf freiem Fuß Ermittler suchen weiter den "Mann mit Hut"

Stand: 28.03.2016 16:40 Uhr

Die belgischen Behörden haben einen Mann freigelassen, der verdächtigt wurde, der dritte Attentäter vom Brüsseler Flughafen zu sein. Der Verdacht gegen Faysal C. habe sich nicht bestätigt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zugleich bat sie um Hinweise zum "Mann mit dem Hut".

Auch knapp eine Woche nach den Anschlägen in Brüssel suchen die belgischen Behörden weiterhin nach dem dritten Attentäter vom Flughafen. Auf einer Überwachungskamera ist er neben den beiden identifizierten Selbstmordattentätern, Ibrahim El Bakraoui und Najim Laachraoui, zu sehen. Er trägt einen Hut und eine helle Jacke. Die Beschreibung des mutmaßlichen dritten Täters auf der Internetseite der Polizei wurde um ein Video ergänzt.

Drei Fahndungsfotos eines Mannes mit Hut.
galerie

Drei Fahndungsfotos des "Manns mit Hut".

Der am Donnerstag in Brüssel festgenommene Mann ist offenbar nicht der "Mann mit Hut". Faysal C. wurde freigelassen, da sich der Verdacht nicht bestätigte. "Die Indizien, die zur Festnahme von Fayçal C. führten, haben sich bei den laufenden Ermittlungen nicht bestätigt", erklärte die Staatsanwaltschaft. Faysal C. war zunächst der "terroristischen Morde" beschuldigt worden. Daraufhin hatte es Spekulationen gegeben, dass es sich um den dritten Flughafenattentäter handeln soll. Die Staatsanwaltschaft hatte am Freitag lediglich die Festnahme von Faycal C. bestätigt, aber keine Angaben zu Verbindungen zu den Flughafenattentätern gemacht.

Fahndung nach Komplizen der Terroristen läuft weiter
tagesschau 20:00 Uhr, 28.03.2016, Bettina Scharkus, ARD Brüssel

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Drei weitere Haftbefehle

Unterdessen stellte die belgische Justiz Haftbefehle gegen drei weitere Terrorverdächtige aus. Die Männer seien am Sonntag bei Durchsuchungen festgenommen worden und sollen einer terroristischen Vereinigung angehören, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei ihnen soll es sich um Yassine A., Mohamed B. and Aboubaker O. handeln. Ein vierter Verdächtiger, der seit Sonntag in Gewahrsam war, wurde freigelassen.

Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen hatte es am Sonntag insgesamt 13 Razzien gegeben, die meisten davon im Großraum Brüssel. Eine ausdrückliche Verbindung zu den Attentaten vom Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft aber nicht hergestellt.

Bei den Anschlägen in der Metro und im Flughafen wurden nach neuesten Angaben 35 getötet. 31 Menschen seien am Dienstag am Flughafen Zaventem oder in der Metrostation Maelbeek getötet worden, vier weitere erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die belgische Gesundheitsministerin Maggie de Block bestätigte die Zahl.

Verwirrung um Opferzahl

Laut belgischem Krisenzentrum sollen die Opfer aus Belgien, Großbritannien, Italien, China, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Schweden und den USA stammen. 28 der Getöteten sind den Angaben zufolge mittlerweile identifiziert. Mehr als 340 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt - sie liegen teilweise noch in Krankenhäusern.

Für Verwirrung hatten zuletzt unterschiedliche Angaben zur Zahl der Opfer gesorgt. Das Krisenzentrum hatte die drei Selbstmordattentäter als Opfer gezählt und war deshalb zu anderen Zahlen gekommen. Zur Begründung hatte das Krisenzentrum mitgeteilt, dass es lediglich für die Zählung der Leichen am Tatort verantwortlich sei.

Das Rätsel um den dritten Mann
A. Meyer-Feist, HR Brüssel
29.03.2016 01:50 Uhr

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