Sicherheitskräfte am Ort des Anschlags in Brüssel | Bildquelle: dpa

Messerangriff in Belgien IS reklamiert Attacke in Brüssel für sich

Stand: 27.08.2017 01:39 Uhr

Den Messerangriff auf Soldaten in Brüssel hatten die Ermittler schon kurz nach der Tat als Terror-Attacke eingestuft. Nun reklamiert der "Islamische Staat" den Angriff für sich. In London hatte ein Angriff ähnlichen Musters knapp verhindert werden können.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat die Messerattacke auf Soldaten in der belgischen Hauptstadt Brüssel für sich reklamiert. Der Attentäter sei ein Kämpfer des IS, hieß es in einer Meldung der IS-nahen Agentur Amak Die Aktion sei eine Antwort auf Angriffe gegen den IS durch die US-geführte Koalition.

Die Echtheit der Nachricht ließ sich zunächst nicht überprüfen. Sie wurde aber über die üblichen IS-Kanäle verbreitet.

Ein 30-jähriger Belgier somalischer Abstammung hatte am Freitag mehrere Soldaten angegriffen und zwei von ihnen verletzt. Bei Ausführung der Tat hatte er nach Angaben der Behörden "Allahu akbar" (Gott ist groß) gerufen. Der Attentäter wurde von Soldaten angeschossen und starb später im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Attacke in London nach ähnlichem Muster

Etwa zeitgleich zu der Attacke in Brüssel versuchte ein Mann, Sicherheitskräfte mit einem 1,20 Meter langen Schwert anzugreifen. Der Täter wurde nach dem Vorfall am Buckingham-Palast festgenommen. Auch er hatte "Allahu akbar" gerufen.

Die Attacken liefen wohl unabhängig voneinander ab und wurden von den Behörden beider Städte als Terrorismus eingestuft. Brüssel und London waren in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel schwerer islamistischer Anschläge.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. August 2017 um 20:00 Uhr und die tagesschau am 27. August 2017 um 04:17 Uhr.

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