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Ausland
Iran bestätigt Festnahme britischer Segler
Im Persischen Golf aufgegriffen

Iran bestätigt Festnahme britischer Segler

Der Iran hat die Festnahme von fünf britischen Seglern durch seine Marine bestätigt. Der Kabinettschef von Präsident Mahmud Ahmadinedschad, Esfandiar Rahim Maschaie, drohte den Festgenommenen laut der Nachrichtenagentur Fars mit "harten Maßnahmen", falls sich ihre "schlechten Absichten" bestätigten. Der weitere Umgang mit den Briten werde nun von der Justiz entschieden, sagte Maschaie.

Der britische Außenminister David Miliband sagte der BBC, es gebe wegen des Vorfalls keine "Konfrontation oder Auseinandersetzung" zwischen London und Teheran. "Das ist eine rein konsularische Angelegenheit und wir erwarten, dass sie auch so behandelt wird."

Yacht "Kingdom of Bahrain" (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die "Kingdom of Bahrain", mit der die Segler auf dem Persischen Golf unterwegs waren. ]

Törn zur Regatta

Wie die britischen Regierung mitteilte, wurden die fünf Segler bereits am vergangenen Mittwoch im Persischen Golf von der iranischen Marine gestoppt und in den Iran gebracht. Den Angaben zufolge waren sie mit ihrem Boot "Kingdom Of Bahrain" auf dem Weg von Bahrain nach Dubai zur Regatta "Dubai-Muscat". Diese hatte am vergangenen Donnerstag begonnen und zwei Tage später in der Haupstadt von Oman, Maskat, geendet. Das Boot der Crew gehört zum Segel-Projekt Sail Bahrain.

Die britische Zeitung "Daily Mail" berichtete, der Vater eines festgenommenen Seglers, Charles Porter, habe mit seinem 21-jährigen Sohn Luke per Handy telefoniert und erfahren, dass die Gruppe ein auf ihrer Seekarte eingezeichnetes Unterwasser-Ölfeld umfahren musste. Dabei sei sie offenbar zu nah an eine iranische Insel herangefahren. Lukes Mutter Beverly sagte dem Blatt, dass die Segler wohlauf seien und gut behandelt würden. Diese Einschätzung äußerte auch Außenminister Miliband.

Kein Vergleich mit Vorfall in 2007

David Miliband im UN-Sicherheitsrat während einer Rede (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der britische Außenminister Miliband hofft auf eine schnelle Klärung mit dem Iran. ]
Der aktuelle Vorfall sei mit dem aus dem Jahr 2007 nicht zu vergleichen, hob Miliband hervor. Damals hatten die iranischen Revolutionsgarden im Norden des Persischen Golfs ein Schiff der britischen Marine gestoppt und 15 britische Soldaten an Bord festgenommen. Den Briten wurde vorgeworfen, in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen zu sein, was Großbritannien zurückwies. Nach knapp zwei Wochen Haft wurden die Briten freigelassen und konnten in ihre Heimat zurückkehren.

Miliband verwies darauf, dass es sich bei den Seglern um Zivilisten handelt. "Sie sind Segler, die ihrem Sport nachgingen und es scheint, dass sie sich möglicherweise unbeabsichtigt in iranische Hoheitsgewässer verirrt haben." Die Gespräche mit den iranischen Behörden bezeichnete der britische Außenminister als "sehr gut". Miliband äußerte die Hoffnung auf eine schnelle Lösung des Problems, auch wenn derzeit der festgefahrene Atomstreit mit dem Iran die Beziehungen des Landes mit dem Westen belastet.

Stand: 01.12.2009 12:16 Uhr
 

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