Dilma Rousseff und Wladimir Putin begrüßen sich | Bildquelle: AFP

BRICS-Staaten wollen engere Partnerschaft vereinbaren Auf dem Weg zum neuen Machtzentrum?

Stand: 09.07.2015 11:07 Uhr

Es soll eine Allianz mit Zukunft sein: Die BRICS-Staaten wollen eine engere Partnerschaft vereinbaren. Das Treffen der aufstrebenden Schwellenländer in Russland ist auch ein Versuch des russichen Präsidenten Putin, einen Gegenpol zu G7 aufzubauen.

Die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, kurz BRICS, wollen auf ihrem zweitägigen Gipfel im russischen Ufa eine Strategie für eine engere Partnerschaft bis 2020 verabschieden.

Laut russischen Diplomaten ist das Ziel, das Wachstum und die Konkurrenzfähigkeit der BRICS in der Weltwirtschaft zu erhöhen. In der Erklärung von Ufa wollen die Schwellenstaaten zudem eine Einschätzung zur globalen politischen und wirtschaftlichen Lage abgeben.

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Bevölkerung in Millionen, 2013

Bevölkerung in Millionen, 2013

"Die Politik wird nicht die wirtschaftlichen Fragen überdecken"

Themen der Beratungen am zweiten Tag des BRICS-Gipfels in der Stadt rund 1300 Kilometer südöstlich der russischen Hauptstadt sind auch die Finanzkrise in Griechenland und der Ukraine-Konflikt.

Die BRICS wollten sich künftig mehr als bisher mit politischen Fragen befassen, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow. "Aber die Politik wird nicht die wirtschaftlichen Fragen überdecken - wie das bei der G7 passiert ist", sagte der Diplomat mit Blick auf die Gruppe der großen sieben Industrienationen. Unter Russlands Führung werde ein "historisches Kapitel" auf dem Gipfel aufgeschlagen, das Treffen sei eine Alternative zu G7.

Russland war wegen seiner umstrittenen Politik im Ukraine-Konflikt von den G7 ausgeschlossen worden. An den BRICS-Gipfel schließt sich nahtlos das Treffen der Shanghaier Kooperationsorganisation, SCO an. Daran nehmen auch die Präsidenten Afghanistans und Irans teil.

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