EU-Chefunterhändler Michel Barnier und der britische Brexit-Minister David Davis vor der dritten Brexit-Verhandlungsrunde in Brüssel. | Bildquelle: AFP

Brexit-Verhandlungen In der EU wächst der Ärger

Stand: 28.08.2017 21:31 Uhr

Großbritannien will in anderthalb Jahren nicht mehr Mitglied der EU sein. Doch die Brexit-Verhandlungen kommen bislang kaum voran. EU-Chefunterhändler Barnier machte zu Beginn der dritten Runde seinem Unmut Luft. London müsse endlich klarer Position beziehen.

Zum Auftakt der dritten Verhandlungsrunde über den EU-Austritt Großbritanniens hat EU-Chefunterhändler Michel Barnier den Druck auf London erhöht. "Um ehrlich zu sein, ich bin besorgt", sagte er zu seinem Gegenüber David Davis. Die bislang vorgelegten Positionspapiere seien nicht ausreichend.

Michael Grytz, ARD Brüssel, berichtet von den gegenseitigen Erwartungen bei den Brexit-Verhandlungen
tagesschau 17:00 Uhr, 28.08.2017

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"Die Zeit schreitet rasch voran", erklärte Barnier. "Wir müssen anfangen, ernsthaft zu verhandeln." Die Briten müssten endlich dafür sorgen, dass es Klarheit über ihre Positionen gebe. Nur dann sei es auch möglich, die künftige Beziehung zwischen der EU und Großbritannien und die Übergangszeit zu besprechen.

London fordert mehr Flexibilität

Davis forderte hingegen die EU-Seite zu mehr "Flexibilität und Vorstellungskraft" auf. Sonst könnten keine Fortschritte erzielt werden. Davis verwies auf eine Reihe von Strategiepapieren, die sein Ministerium in den vergangenen Wochen veröffentlicht hatte. Darin fordert London, die Gespräche über den Austritt und ein künftiges Abkommen gleichzeitig zu führen. Dies lehnt die EU allerdings ab.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier und der britische Brexit-Minister David Davis vor der dritten Brexit-Verhandlungsrunde in Brüssel. | Bildquelle: dpa
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Das Bild trügt: Die Stimmung zwischen EU-Chefunterhändler Barnier und dem britischen Brexit-Minister Davis ist zunehmend angespannt.

Verhandelt werden soll bis Donnerstag vor allem über die britischen Finanzverpflichtungen, den künftigen Status der nordirisch-irischen Grenze sowie die Rechte der EU-Bürger. Ziel der Verhandlungen ist eine umfassende Vereinbarung, die sowohl die Trennungsfragen beantwortet als auch die künftigen Beziehungen beider Seiten klärt. Der Brexit soll nach derzeitigem Stand Ende März 2019 erfolgen.

Weiterer Zeitplan ist in Gefahr

Wenn es bis dahin keine Übereinkunft gibt, scheidet Großbritannien ungeregelt aus der EU aus. Dies könnte zum Beispiel schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen haben. Die schleppenden Gespräche lassen es als zunehmend unwahrscheinlich erscheinen, dass beide Seiten ab Oktober Phase zwei der Verhandlungen beginnen können, in der dann auch über das künftige Verhältnis gesprochen wird.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. August 2017 um 17:00 Uhr und 20:00 Uhr.

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