Theresa May | Bildquelle: AP

Brexit-Verhandlungen London bietet offenbar 20 Milliarden

Stand: 20.09.2017 07:02 Uhr

Was müssen die Briten für den Brexit zahlen? In Brüssel werden Zahlen von mindestens 60 Milliarden Euro genannt, London hat dazu bislang geschwiegen. Jetzt berichtet die "Financial Times", Premierministerin May werde 20 Milliarden Euro anbieten.

Großbritannien ist offenbar bereit, bei einem Austritt aus der Europäischen Union mindestens 20 Milliarden Euro an die Gemeinschaft zu zahlen. Darüber habe der EU-Berater von Premierministerin Theresa May Regierungsvertreter in mehreren EU-Mitgliedstaaten informiert, berichtete die "Financial Times" in ihrer Online-Ausgabe. May werde die Summe in ihrer Grundsatzrede zum Brexit am Freitag bekannt geben.

EU könnte bis zu 100 Milliarden Euro fordern

Die Höhe der Summe, die Großbritannien der EU nach dem Brexit schuldet, ist einer der größten Streitpunkte zwischen der EU und der britischen Regierung. Bislang hatte London sich nicht dazu geäußert, welche Summe es zur Begleichung seiner Schulden bei der EU zu zahlen bereit ist. Nach Angaben aus EU-Kreisen könnte die Austrittsrechnung bei zwischen 60 und 100 Milliarden Euro liegen.

Zähe Verhandlungen

Die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU brachten bislang keine konkreten Fortschritte. Zu den wichtigsten Streitpunkten gehören die Rechte der 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien, die finanziellen Forderungen an London und der Status der britischen Provinz Nordirland.

Bei einem Referendum im Juni 2016 hatte eine knappe Mehrheit der Briten für den Austritt aus der EU votiert. Ende März löste May den Scheidungsprozess offiziell mit dem Austrittsantrag aus. Gemäß Artikel 50 des EU-Vertrages läuft damit eine auf zwei Jahre festgesetzte Frist für die Gespräche, der EU-Austritt ist für Ende März 2019 anvisiert.

20 Milliarden Euro für die EU?
Stephanie Pieper, ARD London
20.09.2017 16:15 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 20. September 2017 um 07:00 Uhr.

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