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UN-Sondergesandter Brahimi trifft Assad
Syrien-Konflikt ist "Bedrohung für die Welt"
Der Sondergesandte von Vereinten Nationen und Arabischer Liga Lakhdar Brahimi sieht in dem Konflikt in Syrien eine "Bedrohung für die Welt". Die Krise sei gefährlich, "sie verschärft sich und bedroht das syrische Volk", sagte Brahimi nach einem Treffen mit Präsident Baschar al Assad in Damaskus. Zugleich warnte er vor einem Ausgreifen des blutigen Konflikts. Die Krise könne die ganze Region erfassen.
Waffenstillstand gefordert
Nach den Gesprächen versicherte Brahimi laut syrischem Staatsfernsehen, sich bei seiner Arbeit als Vermittler auf den Plan seines Vorgängers Kofi Annan stützen zu wollen. Dieser sah einen Waffenstillstand und den Beginn eines politischen Dialogs vor. Zum Rücktritt Assads rief er nicht auf. Auch Präsident Assad sprach sich nach Angaben der Staatsmedien für politische Gespräche aus. Allerdings nur unter der Bedingung, dass auf Länder, die die Aufständischen mit Waffen versorgten, Druck ausgeübt werde.
Am Freitag bereits war Brahimi mit Oppositionellen, die von der syrischen Regierung toleriert werden, zu Gesprächen zusammengekommen. Nun, da er mit allen beteiligten Parteien gesprochen habe, werde er so bald wie möglich einen Plan zur Beendigung des seit 18 Monaten andauernden Konflikts vorlegen, erklärte der Algerier. An einen schnellen Durchbruch glaubt jedoch kaum jemand. Brahimi bezeichnete seinen Vermittlungsauftrag kürzlich selbst als "nahezu unmöglich".
UN-Sondergesandter Brahimi trifft syrischen Staatschef Assad
tagesschau 20:00 Uhr, 15.09.2012, Thomas Aders, ARD Kairo
Kämpfe gehen weiter
Unterdessen gingen die Kämpfe in Syrien mit unverminderter Härte weiter. Nach Angaben von Oppositionellen griffen Armeehubschrauber in der nordsyrischen Großstadt Aleppo von Rebellen gehaltene Stadtteile an. Im strategisch wichtigen Viertel Midan gewann die Armee nach tagelangen Kämpfen offenbar größtenteils die Kontrolle zurück. In der von Rebellen gehaltenen Stadt Al-Bab, 35 Kilometer nordöstlich von Aleppo, wurden nach Krankenhausangaben mindestens zwölf Zivilisten bei Luftangriffen getötet.
Stand: 15.09.2012 16:58 Uhr
