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10.02.2010

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Verheerende Waldbrände in Südeuropa
Verheerende Waldbrände in Südeuropa

Tausende Hektar Land vom Feuer zerstört

Mitten in der Haupturlaubszeit zerstören Wald- und Buschbrände große Gebiete in Südeuropa. In Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland verbrannten Tausende Hektar Land.

Waldbrände auf Korsika (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die Waldbrände auf Korsika verwüsteten bislang 60 Quadratkilometer Land. ]
Im Süden der französischen Mittelmeerinsel Korsika wurden inzwischen bereits 60 Quadratkilometer Land verwüstet. Meterhohe Flammen verwandelten Teile der einzigartigen Bergregion in eine Mondlandschaft. Die Feuerwehr kämpfte mit rund 700 Mann, Löschflugzeugen und Hubschraubern gegen die Brände. Die touristischen Küstengebiete waren aber nicht betroffen. Bereits vor dem Wochenende hatten die Feuer auf Korsika etwa 15 Häuser und 60 Autos zerstört. Mindestens sechs Menschen erlitten bei den Löscharbeiten Verletzungen.

Lage auf Sardinien besonders kritisch

Wie auch bei den meisten anderen Waldbränden in Südeuropa soll auf Korsika Brandstiftung die Ursache für die Feuer gewesen sein. Die Polizei nahm drei mutmaßliche Brandstifter fest, darunter zwei Landwirte. Sie sollen am Donnerstagabend heftig gefeiert und auf dem Heimweg gezündelt haben, berichtete der Radiosender France Info.

Auf Sardinien zerstörten die Feuer nicht nur Wald. (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Auf Sardinien zerstörten die Brände nicht nur Wald. ]
In Italien schätzte der Zivilschutz die Lage auf der Insel Sardinien als besonders kritisch ein. Die Brandgefahr werde durch eine Hitzewelle mit afrikanischem Wind und Höchsttemperaturen von bis zu 46 Grad noch verstärkt, hieß es. In den vergangenen Tagen hatten Feuerwehr und Zivilschutz Hunderte von Menschen in Sicherheit bringen müssen. Auch im Süden Italiens, auf Sizilien und in den Regionen Kalabrien und Apulien, kämpfte die italienische Feuerwehr gegen zahlreiche Waldbrände.

Keine Entwarnung in Griechenland

In Griechenland stiegen die Temperaturen zuletzt nicht mehr ganz so hoch: Am Sonntag waren es 38 Grad, am Samstag noch 43. Die Feuerwehr konnte mit Hilfe von Löschflugzeugen zwei große Buschbrände auf der Halbinsel Peloponnes sowie nahe der südkretischen Hafenstadt Ierapetra unter Kontrolle bringen.

Aber: "Von Entwarnung kann nicht die Rede sein", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. In den nächsten Tagen werden in der Ägäis heftige Winde erwartet. Das erhöhe die Gefahr von Waldbränden, hieß es. Innerhalb von drei Tagen waren in Griechenland rund 80 kleinere Brände ausgebrochen.

Brände in Spanien unter Kontrolle

Verbrannte Orangenbäume in der Nähe des spanischen Valencia. (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Ein paar Früchte konnten dem Feuer trotzen: Verbrannte Bäume in der Nähe des spanischen Valencia. ]
Einzig in Spanien kann aufgeatmet werden: Die Löschmannschaften bekamen nach tagelangem Kampf die bislang größten Waldbrände dieses Sommers unter Kontrolle. Zwar seien in der am schlimmsten getroffenen Region Aragonien im Norden des Landes noch kleine Feuer aktiv, doch auch sie seien inzwischen eingedämmt, teilten die Behörden mit.

Bislang sind den Flammen landesweit etwa 430 Quadratkilometer Wald und Buschwerk zum Opfer gefallen - etwas mehr als die Fläche von Köln. Insgesamt haben die Waldbrände in Spanien mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. 17 mutmaßliche Brandstifter wurden festgenommen.

Stand: 26.07.2009 18:58 Uhr
 

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