Ein Feuerwehrmann vor einem der Waldbrände in Kalifornien | Bildquelle: AP

Brände in Kalifornien Feuerwehr meldet Fortschritte

Stand: 16.10.2017 02:10 Uhr

Eine Woche nach Ausbruch der verheerenden Waldbrände in Kalifornien meldet die Feuerwehr Fortschritte. Bislang kamen mindestens 40 Menschen ums Leben, Hunderte werden noch vermisst. Unterdessen mehrt sich die Kritik an US-Präsident Trumps Schweigen.

Der Kampf gegen die verheerenden Waldbrände in Kalifornien kommt langsam voran. Im Kampf gegen 15 Großfeuer seien laut Feuerwehr "gute Fortschritte" gemacht worden. Tausende Menschen dürften nun wieder in ihre Häuser zurückkehren. Für 75.000 weitere gelte die Evakuierungsanordnung aber weiterhin.

Insgesamt kämpften knapp 11.000 Feuerwehrleute aus allen Teilen der USA gegen die seit einer Woche wütenden Brände an.

Fast 6000 Gebäude brannten komplett nieder

Den von heftigen Winden immer wieder angefachten Feuerwalzen fielen nach jüngsten Angaben 40 Menschen zum Opfer, mehr als 200 Menschen gelten als vermisst. Die Behörden rechnen damit, dass sich die Opferzahlen weiter erhöhen werden, da die Trümmer vieler abgebrannter Wohnungen noch nicht durchsucht wurden.

Die Brände sind schon jetzt die schlimmsten in der Geschichte des US-Bundesstaats. Viele Existenzen wurden durch das Feuer zerstört. Mindestens 5700 Gebäude brannten komplett nieder, auf einer Fläche von 864 Quadratkilometern wurden Wald- und Wohngebiete vernichtet.

Allein in Sonoma County nördlich von San Francisco starben 22 Menschen in den Flammen. In Sonoma County und Napa Valley wurden mindestens ein Dutzend Weingüter schwer beschädigt oder zerstört.

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Waldbrände in Kalifornien (12.10.2017)

Eine niedergebrannte Wohnhaussiedlung

Trotz des unermüdlichen Einsatzes Tausender Feuerwehrleute breiten sich die Brände in Nordkalifornien immer stärker aus. Schätzungen zufolge sind bereits mehr als 3500 Häuser zerstört. | Bildquelle: AFP

"Eine der größten Tragödien"

"Das ist wirklich eine der größten Tragödien, die Kalifornien jemals erlebt hat", sagte der Gouverneur des US-Bundesstaates, Jerry Brown, bei einem Besuch vor Ort. "Der Grad der Zerstörung ist einfach unglaublich. Das ist ein Horror, den sich keiner hat vorstellen können."

Einige Opfer wurden im Schlaf von den Flammen überrascht; anderen blieben nur wenige Minuten zur Flucht. Wetterexperten rechneten weiter mit großer Trockenheit und hohen Temperaturen. "Die Gefahr ist immer noch sehr präsent", sagte US-Senatorin Kamala Harris.

In den sozialen Netzwerken meldeten sich unterdessen erste Kritiker von US-Präsident Donald Trump zu Wort. Sie warfen ihm vor, bisher kein Wort über die Tragödie verloren zu haben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Oktober 2017 um 05:30 Uhr.

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