Feuerwehrmann hält Schlauch in brennendem Wald in Kalifornien | Bildquelle: dpa

Brände in Kalifornien "Es ist ein Horror"

Stand: 15.10.2017 11:37 Uhr

Starke Winde und extreme Trockenheit machen der Feuerwehr in Kalifornien zu schaffen. Nach ersten Erfolgen breiten sich die Waldbrände wieder aus. Es sind die verheerendsten Brände in der Geschichte des US-Bundesstaats, mindestens 38 Menschen kamen ums Leben.

Eine Woche nach Ausbruch der verheerenden Buschbrände in Kalifornien fachen starke Winde die Flammen weiter an. Weitere 400 Häuser wurden evakuiert. Die Flammenfront im Norden des US-Staats erstreckt sich auf 160 Kilometer Breite.

Zahlreiche Brandherde

"Es ist ein Horror, den sich niemand hätte vorstellen können", sagte Gouverneur Jerry Brown nach einem Besuch im Katastrophengebiet. Zu den betroffenen Gegenden gehörte nach Behördenangaben die Gemeinde Oakmont nahe Santa Rosa, die bereits zuvor in dieser Woche evakuiert worden war. Die Flammen hätten auch einen dünn besiedelten Abschnitt der Stadt Sonoma erreicht und mehrere Gebäude zerstört, sagte ein Sprecher des kalifornischen Amts für Forstwesen und Brandschutz, Jonathan Cox.

Den Einsatzkräften gelang es in der Nacht, das Übergreifen der Flammen auf das historische Zentrum von Sonoma zu verhindern. Die Feuerwehr hatte am Freitag fünf Tage nach Ausbruch der Waldbrände erstmals Fortschritte im Kampf gegen die Flammen gemeldet. Der heftige Wind drohte die Fortschritte aber wieder zunichte zu machen. Mehr als 10.000 Feuerwehrleute waren im Einsatz gegen die 17 riesigen Brandherde.

Waldbrände in Kalifornien breiten sich weiter aus
tagesschau 13:15 Uhr, 15.10.2017

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Verheerendste Brände in der Geschichte Kaliforniens

Mindestens 38 Menschen kamen nach Behördenangaben ums Leben. Die Behörden rechnen mit weiteren Opfern. In Sonoma County, einem der am stärksten betroffenen Landkreise, waren zeitweise mehr als 400 Menschen vermisst. Am Samstag teilte die Polizei mit, dass nun noch 223 Menschen von ihren Familien gesucht würden. Die chaotischen Verhältnisse mit abgesperrten Straßen und Gebieten ohne Telefonnetz erschweren die Suche nach Angehörigen. Mindestens 5700 Wohn- und Geschäftshäuser wurden zerstört.

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Waldbrände in Kalifornien

Eine niedergebrannte Wohnhaussiedlung

Trotz des unermüdlichen Einsatzes Tausender Feuerwehrleute breiten sich die Brände in Nordkalifornien immer stärker aus. Schätzungen zufolge sind bereits mehr als 3500 Häuser zerstört. | Bildquelle: AFP

Die Brände gelten als die folgenschwersten in der Geschichte Kaliforniens. Im Jahr 1933 starben beim "Griffith-Park"-Feuer in der Region von Los Angeles mindestens 29 Menschen, 1991 kamen in den Bränden von "Oakland Hills" 25 Menschen ums Leben. Die 84-jährige Senatorin des Bundesstaats Kalifornien, Dianne Feinstein, sagte, dies seien die schlimmste Brände zu ihren Lebzeiten. Sie würde sich in Washington für noch mehr finanzielle Hilfe stark machen, betonte Feinstein.

Gouverneur Brown hatte zuvor erklärt, die Bekämpfung der Flammen und der Wiederaufbau der Region werde den Bundesstaat viele Milliarden Dollar kosten. Die wirtschaftlichen Schäden in dem berühmten Weinanbaugebiet sind noch gar nicht absehbar.

Über dieses Thema berichtete am 15. Oktober 2017 tagesschau24 um 09:00 Uhr und die tagesschau um 09:59 Uhr sowie NDR Info um 11:00 Uhr.

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