Eine Feuerwehrfrau steht in den Überresten eines vom Feuer zerstörten Hauses in Kalifornien | Bildquelle: AFP

Brände in Kalifornien Angst vor Wind und Hitze

Stand: 14.10.2017 07:51 Uhr

Es sind wohl die schlimmsten Waldbrände in Kalifornien seit Beginn der Aufzeichnung. Aus dem Bundesstaat werden immer mehr Tote gemeldet. Die Feuerwehr macht zwar Fortschritte gegen die Flammen, doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt.

Fünf Tage nach Ausbruch der verheerenden Buschbrände im Norden Kaliforniens ist die Zahl der Toten auf mindestens 35 angestiegen. Unter den Opfern ist nach Angaben der Behörden auch ein 14-jähriger Junge, dessen Leiche in der Nähe seines Hauses gefunden wurde. Unter den Toten sind sonst überwiegend ältere Menschen, die sich nicht vor den Flammen retten konnten.

In Sonoma County, einem der am stärksten betroffenen Landkreise, waren zeitweise mehr als 400 Menschen vermisst. Am Freitag teilte die Polizei mit, dass nun noch 256 Menschen von ihren Familien gesucht würden. Tausende wurden in Notunterkünften untergebracht, viele Gebiete sind wegen Feuergefahr nicht zugänglich. Fast 30.000 Menschen haben keinen Strom. Die chaotischen Verhältnisse nach dem Flammeninferno erschweren die Suche nach Angehörigen.

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Waldbrände in Kalifornien

Eine niedergebrannte Wohnhaussiedlung

Trotz des unermüdlichen Einsatzes Tausender Feuerwehrleute breiten sich die Brände in Nordkalifornien immer stärker aus. Schätzungen zufolge sind bereits mehr als 3500 Häuser zerstört. | Bildquelle: AFP

Erste Erfolge gegen Feuer

Wie die Behörden bekannt gaben, wurden mehr als 5700 Gebäude von den Flammen zerstört. Das Brand-Inferno forderte bereits jetzt mehr Menschenleben und Häuser als das verheerende Feuer von 1991 in den Hügeln der Stadt Oakland, bei dem 25 Menschen starben und mehr als 2800 Häuser abbrannten.

Einige der Buschfeuer konnten dank eines massiven Einsatzes Tausender Feuerwehrleute weiter eingedämmt werden. Doch das Wetter macht den Rettungskräften weiter Probleme. Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit könnten nach Angaben des US-Wetterdienstes ins Wochenende hinein anhalten und die Ausbreitung der Feuer begünstigen.

Über dieses Thema berichtete am 14. Oktober 2017 tagesschau24 um 09:00 Uhr und die tagesschau um 09:50 Uhr.

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