Soldaten am Sarg des russischen Botschafters

Nach Botschafter-Attentat Russland nimmt Abschied von Karlow

Stand: 22.12.2016 12:51 Uhr

Nach der Ermordung des russischen Botschafters Karlow in Ankara ist dessen Leichnam im Außenministerium in Moskau aufgebahrt worden. Die nach dem Anschlag festgenommenen Angehörigen des Attentäters sind unterdessen wieder auf freiem Fuß.

Drei Tage nach der Ermordung des russischen Botschafters Andrej Karlow in Ankara ist dessen Leichnam im Außenministerium in Moskau aufgebahrt worden. Präsident Wladimir Putin, Regierungschef Dmitri Medwedew und Außenminister Sergej Lawrow nahmen dort Abschied von Karlow. Langjährige Arbeitskollegen legten Blumen am Sarg nieder, wie das Staatsfernsehen berichtete. Eine Ehrenwache des Militärs stand Spalier. Im Foyer des Ministeriums wurde an einer Gedenktafel für Diplomaten, die im Dienst ums Leben kamen, der Name des Türkei-Botschafters eingraviert.

Trauerfeier für russischen Botschafter
tagesschau 12:00 Uhr, 22.12.2016

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Erdogan verdächtigt Gülen-Bewegung

Anschließend wurde der Sarg zur Christ-Erlöser-Kathedrale gebracht. Dort begann eine Trauerfeier mit dem Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill. Anschließend soll Karlows Leichnam auf dem Friedhof von Chimki im Nordwesten der russischen Hauptstadt mit militärischen Ehren beigesetzt werden. Er war am Montag bei einem Anschlag von einem türkischen Polizisten mit islamistischer Gesinnung erschossen worden. Der russische Menschenrechtsbeauftragte Konstantin Dolgow nannte Karlows Tod einen schweren Verlust. "Für diesen Terrorakt gibt es keine Rechtfertigung. Alle Schuldigen der Tat müssen streng bestraft werden", sagte er.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verdächtigt die Gülen-Bewegung, für den Mord verantwortlich zu sein. Der Kreml hält solche Schuldzuweisungen jedoch für verfrüht. Der in den USA lebende türkische Geistliche Fetullah Gülen, der die Bewegung anführt, hat eine Verstrickung in das Attentat bestritten. Er weise die Vorwürfe des türkischen Präsidenten zurück und verurteile den Mord, sagte er in einem Video, das der Nachrichtenagentur AP vorlag. Die türkische Regierung verleumde ihn und seine Bewegung und werde ihr wohl auch noch andere Attentate zur Last legen. Erdogan hat Gülen bereits für den gescheiterten Putsch in der Türkei im vergangenen Sommer verantwortlich gemacht und verlangt dessen Auslieferung.

Angehörige des Attentäters wieder frei

Die nach dem Anschlag festgenommenen Angehörigen des Attentäters sind unterdessen wieder auf freiem Fuß. Die Eltern, die Schwester, zwei Onkel und eine Tante des 22-jährigen Polizisten seien wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Im Zuge der Ermittlungen suchen die Behörden den Angaben zufolge weiter nach 120 Menschen.

Moskau: Trauerfeier für getöteten russischen Türkei-Botschafter
S. Stöhr, ARD Moskau
22.12.2016 18:51 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Dezember 2016 um 12:00 Uhr.

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