Pakistan: USA ziehen Konsulats-Personal aus Lahore ab

Nach Terrordrohungen in Pakistan

USA ziehen Personal aus Lahore ab

Die USA haben die meisten ihrer Diplomaten aus dem Konsulat im pakistanischen Lahore in Sicherheit gebracht. Wie das US-Außenministerium mitteilte, gibt es konkrete Drohungen gegen das Konsulat. Die Provinzregierung des Punjab, wo Lahore liegt, habe Geheimdienstberichte über mögliche Terrorbedrohungen zu den Festtagen nach Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan erhalten, meldete der US-Fernsehsender CNN.

In Lahore sei nur noch eine Notbesetzung geblieben. Die Mitarbeiter seien in die Hauptstadt Islamabad gebracht worden, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.

Pakistanische Sicherheitskräfte vor dem US-Konsulat im pakistanischen Lahore (Bildquelle: AFP)
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Pakistanische Sicherheitskräfte vor dem US-Konsulat in Lahore

Nicht unbedingt nach Pakistan reisen!

Das US-Außenministerium warnte US-Bürger vor nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Pakistan. Die Anwesenheit mehrerer ausländischer und einheimischer Terrorgruppen stelle eine mögliche Gefahr für US-Bürger in ganz Pakistan dar. Amerikaner sollten alle Protestkundgebungen und große Menschenansammlungen meiden, hieß es in der Mitteilung weiter.

Zusammenhang mit Schließung anderer Vertretungen?

Unklar ist, ob der Abzug aus Lahore mit der Schließung von US-Botschaften und Konsulaten in islamischen Staaten in Afrika, dem Nahen Osten und Asien zusammenhängt. Fast zwei Dutzend Botschaften und Konsulate wurden dort geschlossen und eine weltweite Reisewarnung an US-Bürger ausgegeben. Auch mehrere andere westliche Länder schlossen ihre Botschaften im Jemen - darunter Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Frankreich. Grund für diese Entscheidung war die Warnung vor Anschlagsplänen des Terrornetzwerks Al Kaida.

Die jemenitische Regierung teilte inzwischen mit, dass mehrere Anschläge auf Städte im Süden, auf eine Gasleitung und auf eine Öl-Verladestation verhindert worden seien, bei denen auch ausländische Arbeiter als Geiseln genommen werden sollten.

US-Botschaft im Jemen bleibt wegen Terrorwarnung geschlossen. (Bildquelle: dpa)
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US-Botschaft im Jemen bleibt wegen Terrorwarnung bis auf Weiteres geschlossen. Die US-Streitkräfte verstärkten ihre Drohnenangriffe in dem Land.

Mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer von US-Drohnen getötet

Die US-Streitkräfte verschärften unterdessen ihre Drohnenangriffe auf mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer im Jemen. Allein am Donnerstag wurden bei derartigen Angriffen im Jemen zwölf Terrorverdächtige getötet.

Im benachbarten Saudi-Arabien meldete das Innenministerium die Festnahme von zwei mutmaßlichen Al-Kaida-Mitglieder. Die beiden Männer, ein Jemenit und ein Tschader, seien womöglich in die Planung von Anschlägen auf westliche Botschaften in der Region verwickelt, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.

USA ziehen Diplomaten aus Lahore ab
K. Küstner, ARD Neu Delhi
09.08.2013 07:43 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 9. August 2013 um 9:15 Uhr.

Stand: 09.08.2013 07:47 Uhr

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