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Gewalttätige Proteste gegen westliche Einrichtungen

Angriffe auf Botschaften in Sudan und Tunesien

In mehreren arabischen Ländern ist es nach dem Ende der Freitagsgebete zu Angriffen auf Botschaften und gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Nach einem Angriff auf die deutsche Botschaft drangen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum wütende Demonstranten zum Gelände der US-amerikanischen Botschaft vor. Ein Demonstrant kam ums Leben, mindestens drei Menschen wurden verletzt. Auf die britische Vertretung warfen Angreifer Steine.

Wütende Proteste vor der US-Botschaft in Tunis
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Wütende Protestkundgebungen vor der US-Botschaft in Tunesien.

In der tunesischen Hauptstadt Tunis stürmten Demonstranten das Gelände der US-Botschaft. Aufgebrachte Menschen sprangen über die Botschaftsmauer. Über dem Gebäude stieg eine dichte schwarze Rauchwolke auf. Fenster wurden eingeschlagen und Bäume in Brand gesetzt. Sicherheitskräfte versuchten mit Tränengas und Warnschüssen, die Menge zurückzuhalten.

Es fielen Schüsse - laut dem staatlichen Fernsehen starben mindestens drei Menschen, 28 seien verletzt worden. Die nahegelegene amerikanische Schule wurde ebenfalls angezündet. Die Menge hinderte die Feuerwehr an den Löscharbeiten.

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Proteste gegen Mohammed-Film

Proteste in Sudan

Die brennende deutsche Botschaft in Khartum. Rund 5000 Menschen protestierten in der sudanesischen Hauptstadt gegen den islamkritischen Schmäh-Film "Innocence of Muslims". (Foto: AFP)

Angriffe auf Fast-Food-Restaurants im Libanon

Auch vor der US-Botschaft in Damaskus protestierten einige hundert Syrer gegen den Mohammed-Schmähfilm. Nach Einschätzung von Beobachtern war die Protestaktion von regierungstreuen Kräften organisiert worden.

In der libanesischen Stadt Tripoli griffen wütende Demonstranten Filialen von zwei US-amerikanischen Imbissketten an und legten Feuer. Ein Mensch wurde getötet, nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden 25 weitere verletzt.

In Ägyptens Hauptstadt Kairo kam es nach den Freitagsgebeten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Mehrere Hundert Menschen protestierten auf dem zentralen Tahrir-Platz. Als sie in Richtung der US-Botschaft ziehen wollten, setzte die Polizei Tränengas ein.

Bei den Zusammenstößen ist nach offiziellen Angaben ein Mann getötet worden. 100 Demonstranten wurden festgenommen. In Ägypten hatte es am Dienstagabend die ersten Proteste gegen den Film gegeben.

In Nigeria gab die Polizei in der Stadt Jos Warnschüsse in die Luft ab, um gegen den Film und seine Macher protestierende Demonstranten auseinanderzutreiben.

Demonstranten stürmen deutsche Botschaft
U. Leidtholdt, ARD Amman
14.09.2012 19:26 Uhr

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US-Marines nach Sanaa verlegt

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa eskalierte die Situation erneut, als hunderte Demonstranten zur US-Botschaft marschieren wollten. Örtliche Sicherheitskräfte gaben Warnschüsse ab und setzten Wasserwerfer ein. Zuvor hatte die US-Regierung die Sicherheit der Vertretung erheblich ausgeweitet. Das Pentagon bestätigte die Verlegung von einer Anti-Terror-Spezialeinheit der Marines nach Sanaa. Eine aufgebrachte Menschenmenge hatte am Donnerstag die Botschaft attackiert. Dabei wurden mindestens vier Menschen erschossen.

In Afghanistan steckten mehrere Hundert Demonstranten nahe der ostafghanischen Stadt Dschalalabad die amerikanische Flagge und eine Puppe des US-Präsidenten Barack Obama in Brand. Sie forderten vom afghanischen Staatschef Hamid Karsai, die Beziehungen zu den USA abzubrechen.

"Wir werden keine Beleidigungen unseres Propheten hinnehmen"

Proteste in Bangladesch
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Demonstranten verbrennen eine US-Flagge in der Hauptstadt von Bangladesch, Dhaka.

Auch in anderen asiatischen Ländern wurde gegen die USA und den dort produzierten Film "Innocence of Muslims" protestiert. In Bangladesch versammelten sich vor der größten Moschee des Landes, der Baitul-Mokarram-Moschee, etwa 10.000 Demonstranten. Sie verbrannten israelische und US-Flaggen und riefen Parolen wie "Wir werden keine Beleidigungen unseres Propheten hinnehmen". Nach Aussage der Polizei blieben die Proteste friedlich.

In der indonesischen Hauptstadt Jakarta versammelten sich nach den Freitagsgebeten etwa 500 muslimische Fundamentalisten mit ihren Angehörigen zu einer Demonstration vor der US-Botschaft.

In dem 14-minütigen Trailer zum Film "Innocence of Muslims" wird der Prophet Mohammed verunglimpft. Dies hatte in den vergangenen Tagen die Massen in der arabischen Welt auf die Straßen getrieben. Bei den Übergriffen auf US-Vertretungen und bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften gab es zahlreiche Tote und mehrere hundert Verletzte.

Demonstranten vor der US-Botschaft in Jakarta
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Demonstranten vor der US-Botschaft in Jakarta

Stand: 14.09.2012 21:04 Uhr

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