Mehr als 300 Flüchtlinge vor Sizilien gerettet

Flucht nach Europa

Hunderte Flüchtlinge vor Sizilien gerettet

Flüchtlinge vor der Küste von Sizilien (Bildquelle: AFP PHOTO / GUARDIA COSTIERA)
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Ankunft auf Sizilien: Mehr als 100 Bootsflüchtlinge aus Afrika treffen auf der Mittelmeerinsel ein

Vor der sizilianischen Küste sind erneut zahlreiche Bootsflüchtlinge gerettet worden. Mehr als 300 Menschen wurden von den italienischen Behörden in sogenannte Auffanglager in Syrakus und Lampedusa gebracht. Zwei Menschen überlebten die Überfahrt vom afrikanischen Kontinent nicht, darunter ein siebenjähriges Kind.

Mindestens 103 der Flüchtlinge stammen aus Somalia, sie wurden von der italienischen Marine aus einem kenternden Schlauchboot in der Straße von Sizilien gerettet. Im Hafen der sizilianischen Stadt Syrakus wurden mehr als 200 weitere Menschen von einem Kahn gerettet, auf dem sie die Überfahrt zusammengepfercht hatten verbringen müssen. Unter den Passagieren befanden sich zwei Neugeborene.

Bereits gestern waren in Sizilien 102 aus Seenot gerettete Menschen an Land gegangen, denen Malta die Einreise verweigert hatte. Erst nach scharfen Protesten der Europäischen Union hatte sich Italien bereiterklärt, die Flüchtlinge aufzunehmen.

Lampedusa
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Laut Behörden wurden die geretteten Flüchtlinge nach Syrakus auf Sizilien und die Insel Lampedusa gebracht.

Jedes Jahr riskieren tausende Menschen bei der Flucht nach Europa ihr Leben. Wegen der derzeit ruhigen See wagen besonders viele Menschen die Überfahrt über das Mittelmeer, viele von ihnen sind auf Schmuggler angewiesen. Allein im Juli trafen nach offiziellen Angaben 880 Menschen auf der Mittelmeerinsel Malta ein.

Stand: 08.08.2013 16:47 Uhr

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