Screenshot aus dem Boko-Haram-Video (Archiv) | Bildquelle: REUTERS

Nach zweieinhalb Jahren Geiselhaft in Nigeria Boko Haram lässt 21 Mädchen frei

Stand: 13.10.2016 15:05 Uhr

In Nigeria sind 21 von der Islamistengruppe Boko Haram entführte Mädchen nach zweieinhalb Jahren freigekommen. Dies ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen der Regierung und Boko Haram. Im Gegenzug entließ die Regierung vier Kämpfer der Terrorgruppe.

Rund zweieinhalb Jahre nach der Entführung durch die islamistische Terrormiliz Boko Haram sind 21 Mädchen aus dem nigerianischen Ort Chibok freigekommen. Die Geiselhaft der Mädchen sei beendet, erklärte ein Regierungssprecher. Sie seien nun in Sicherheit.

An den Verhandlungen zwischen der sunnitischen Miliz und der Regierung waren demnach auch das Internationale Rote Kreuz und die Schweizer Regierung beteiligt. Nach Angaben des nigerianischen Militärs ließ die Regierung im Gegenzug vier Boko-Haram-Kämpfer frei.

Noch immer 200 Mädchen vermisst

Im April 2014 waren 276 überwiegend christliche Schülerinnen aus dem Ort Chibok im nordöstlichen Bundesstaat Borno verschleppt worden. Noch immer gelten rund 200 von ihnen als vermisst. Ihre Entführung löste international Entsetzen aus. Die Kampagne zur Befreiung der Mädchen ("Bring Back Our Girls") wurde unter anderem auch von US-First Lady Michelle Obama unterstützt.

14.000 Tote bei Anschlägen seit 2009

Boko Haram terrorisiert seit 2009 den Nordosten Nigerias und angrenzende Gebiete in den Nachbarländern Kamerun, Niger und Tschad. Seither wurden bei Anschlägen und Angriffen der sunnitischen Extremisten mindestens 14.000 Menschen getötet. Mehr als zwei Millionen Menschen sind wegen der Gewalt auf der Flucht.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 13. Oktober 2016 um 13:24 Uhr

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