Sepp Blatter | Bildquelle: dpa

CAS bestätigt FIFA-Sperre Blatter bleibt gesperrt

Stand: 05.12.2016 15:18 Uhr

Sepp Blatter hat seinen Berufungsprozess vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verloren. Damit bleibt die sechsjährige Sperre für alle Fußball-Aktivitäten bestehen. Er nehme das Urteil an, ließ Blatter mitteilen.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die Sperre gegen den ehemaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter bestätigt. Die vom früheren Chef des Fußball-Weltverbandes in einem Berufungsverfahren angestrebte Aufhebung der sechsjährigen Suspendierung lehnten die Richter ab.

Das teilte Blatters Management kurz vor der offiziellen Urteilsverkündung durch den CAS mit. "Ich nehme das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs zur Kenntnis. Aufgrund des Verlaufs des Prozesses war kein anderes Verdikt zu erwarten", wurde Blatter in einem schriftlichen Statement zitiert. Er hätte noch das Oberste Gericht der Schweiz anrufen können.

Der 80-jährige Blatter war im Dezember 2015 zunächst durch die FIFA-Ethikkommission für acht Jahre von allen Fußball-Aktivitäten suspendiert worden. Die FIFA-Berufungskommission reduzierte die Sperre später auf sechs Jahre. Sie begründete dies mit seinen großen Verdiensten.

Blatter wollte Freispruch

Blatter bestreitet weiter jedes Fehlverhalten und hatte auf Freispruch plädiert. Grund für die Sperre war eine Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken an den ehemaligen UEFA-Chef Michel Platini durch Blatter aus dem Jahr 2011. Laut Blatter und Platini handelte es sich dabei um eine verspätete Gehaltszahlung für Beratertätigkeiten des Franzosen.

Die drei CAS-Richter fanden keinen Beleg für die von Blatter und Platini vorgetragene Version eines mündlichen Vertrages zu der umstrittenen Zahlung. Somit habe Blatter die FIFA-Ethikregeln verletzt und Platini ein "unangemessenes Geschenk ohne Vertragsgrundlage" zukommen lassen. Laut CAS habe Blatter keine Reduzierung, sondern nur einen Freispruch beantragt.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Untreue gegen Blatter. Er hatte bereits vor der Sperre seinen Rückzug vom FIFA-Chefposten angekündigt. Im Februar war Gianni Infantino zu seinem Nachfolger gewählt worden.

Darstellung: