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[Bildunterschrift: Osama bin Laden hat sich offenbar mit einer neuen Botschaft im Internet zu Wort gemeldet. (undatiertes Archivbild) ]
Osama bin Laden, der Anführer der Terrornetzwerkes Al Kaida, hat sich offenbar mit einer neuen Internet-Botschaft an seine Anhänger gewandt. Die 56-minütige Tonbandaufzeichnung wurde auf islamistischen Webseiten im Internet veröffentlicht, teilte ein in Washington ansässiges Forschungsinstitut mit. Das Band wurde demnach vom Propaganda-Arm der Al Kaida, "As-Sahab", ins Netz gestellt.
Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert aus der Botschaft heftige Vorwürfe Bin Ladens gegen die USA: Diese strebten im Irak mit Hilfe einer neuen Einheitsregierung die Kontrolle über das Erdöl an. Mit dem Bau von Militärstützpunkten wolle die US-Regierung zudem die Vorherrschaft in der Region erreichen. Die Iraker müssten sich diesen Plänen widersetzen, hieß es weiter. Der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Fratto, sagte dem Sender Fox News, Al Kaida wolle mit dieser Botschaft unterstreichen, dass es den Aufbau einer Demokratie im Irak verhindern will.
Zum wiederholten Male drohte Bin Laden laut den Agenturangaben mit Anschlägen in Israel. Al Kaida werde den Heiligen Krieg ausweiten, um das palästinensische Land vom Fluss Jordan bis zum Meer zu befreien.
Die Sunniten im Irak warnte Bin Laden der Nachrichtenagentur AP zufolge, sich der von den Amerikanern und irakischen Behörden geplanten Regierung der nationalen Einheit mit Schiiten und Kurden anzuschließen. Dies müsse verhindert werden, weil es die Errichtung eines islamischen Staates im Irak verhindere.
Die Sunniten hatten sich in diesem Jahr aus der Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki zurückgezogen. Sie kritisierten, dass die Staatsführung die Interessen der sunnitischen Minderheit nicht genügend berücksichtige. Die Al Kaida im Irak musste zuletzt vor allem in ihrer Hochburg, der Provinz Anbar, Verluste hinnehmen. Dazu kam es, weil sich mehrere sunnitische Stämme gegen die Terrororganisation gewandt hatten und dabei vom US-Militär unterstützt wurden.
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