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[Bildunterschrift: Das wallonische Atomkraftwerk Tihange ging 1970 ans Netz. ]
Die belgische Regierung will den Ausstieg aus der Atomenergie verschieben. Die drei ältesten Reaktoren des Landes sollen nach einem Kabinettsbeschluss nicht 2015, sondern erst 2025 abgeschaltet werden. Insgesamt produzieren in Belgien sieben Reaktoren Strom aus Atomkraft.
Energieminister Paul Magnette sagte in der Zeitung "Le Soir": "Ich denke, man muss aus der Atomenergie aussteigen, aber mit einem klaren Plan." Der Atomausstieg war 2003 von der Regierung des damaligen Ministerpräsidenten Guy Verhofstadt beschlossen worden.
Als Gegenleistung für die Verlängerung der Laufzeiten soll der Betreiber Electrabel dem Staat von 2010 bis 2014 jährlich mehr als 200 Millionen Euro zahlen. Laut "Le Soir" entspricht dies rund einem Drittel der Einnahmen, die mit den alten Reaktoren erwirtschaftet werden können. Der Mutterkonzern von Electrabel, GDF Suez, verpflichtete sich überdies dazu, ab 2015 mindestens 500 Millionen Euro in erneuerbare Energien zu investieren und bis 2015 weitere 10.000 Arbeitsplätze zu schaffen.
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