Belgischer Polizist bei Durchsuchungen in Brüssel | Bildquelle: REUTERS

Ermittlungen nach Anschlägen Fahndung nach weiteren Terrorverdächtigen

Stand: 25.03.2016 21:58 Uhr

Die Verflechtungen zwischen den islamistischen Milieus in Belgien und Frankreich werden immer deutlicher. Die Polizei in Brüssel nahm in Zusammenhang mit Anschlagsplänen in Frankreich drei Männer fest. Ein wegen der Paris-Attentate gesuchter Mann ist als Selbstmordattentäter von Brüssel identifiziert.

Nach den Selbstmordanschlägen von Brüssel fahnden die Behörden weiter nach Komplizen und Hintermännern. Zuletzt wurden in Belgien, Frankreich und Deutschland fast ein Dutzend Verdächtige festgenommen.

Bei Razzien in Brüssel nahmen Terror-Fahnder drei Verdächtige fest, jeweils einen in den Stadtteilen Forest, Schaerbeek und Saint-Gilles. Der Festgenommene in Schaerbeek wurde verletzt: An einer Straßenbahnhaltestelle schossen Beamte ihm ins Bein. In dem Stadtteil, von dem aus die Brüsseler Attentäter am Dienstagmorgen gestartet waren, war in dieser Woche eine Bombenwerkstatt entdeckt worden.

Durchsuchungen und Verhaftungen in Brüssel und Paris
tagesthemen 23:14 Uhr, 25.03.2016, Christian Feld, ARD Brüssel

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Die Razzien in Brüssel standen in Zusammenhang mit Festnahmen in Frankreich am Donnerstagabend. In einer Wohnung in Argenteuil bei Paris wurde der 34-jährige Reda Kriket festgenommen, der Verbindungen zu dem mutmaßlichen Drahtzieher der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, gehabt haben soll. Laut Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve wurde damit ein "im fortgeschrittenen Stadium geplantes Attentat in Frankreich vereitelt". Abaaoud war wenige Tage nach den Pariser Anschlägen bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Ermittler auch mehrere Schnellfeuergewehre sowie Sprengstoff, unter anderem TATP, das bei den Anschlägen von Paris und vermutlich auch in Brüssel verwendet wurde.

In Deutschland wurden nach den Brüsseler Anschlägen zwei Verdächtige festgenommen, die Verbindungen zu den Attentätern gehabt haben sollen. Die Festnahmen fanden im Raum Düsseldorf und im Raum Gießen statt.

Terrorverdächtige in Deutschland festgenommen
tagesthemen 23:14 Uhr, 25.03.2016, Norbert Carius, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Laachraoui - auch an Pariser Anschlägen beteiligt?

Zwei Männer, die auf Bildern von Überwachungskameras am Flughafen und in der Metro neben den Selbstmordattentätern zu sehen waren, sind weiter flüchtig. Einer von den beiden ist der Mann mit Hut und weißer Jacke auf dem Fahndungsfoto vom Flughafen. Die anderen beiden neben ihm sind inzwischen identifiziert: Der eine ist Ibrahim El Bakraoui (29), der sich in der Flughafenhalle in die Luft sprengte. Der andere ist der gesuchte Terrorverdächtige Najim Laachraoui (24). Er sprengte sich ebenfalls im Flughafen in die Luft. Laachraoui war auf Bildern einer Überwachungskamera links zu sehen.

Drei Männer mit Gepäckwagen - zwei davon mit je einem Handschuh | Bildquelle: AFP
galerie

Das Fahndungsfoto vom Flughafen. Laachraoui ist ganz links zu sehen, neben ihm Ibrahim El Bakraoui. Wer ist der Mann mit dem Hut?

Der mutmaßliche Terrorist Laachraoui soll auch an der Pariser Terrorserie vom November 2015 mit 130 Toten beteiligt gewesen sein und Verbindungen zum festgenommenen Salah Abdeslam gehabt haben. Nach einem Bericht der Staatsanwaltschaft wurden DNA-Spuren von Laachraoui an den Tatorten in Paris gefunden - dem Stadion Stade de France und dem Musikclub Bataclan. DNA-Spuren wurden außerdem an einem Sprengstoffgürtel entdeckt, in einem Mietshaus in Auvelais sowie in einer Wohnung in Schaerbeek, die von den Terroristen gemietet worden war.

Der zweite Unbekannte ist laut Medienberichten auf einer Überwachungskamera der Metro-Station Maelbeek zu sehen. Er soll neben Khalid El Bakraoui gegangen sein, der die Bombe dort zündete. Wer der Mann ist und wo er ist - unklar.

Abdeslam will nicht mehr reden

Für Aufklärung will der vor einer Woche in Belgien festgenommene Terrorverdächtige Abdeslam nicht sorgen. Seit den Anschlägen von Brüssel wolle er nicht mehr mit den Ermittlern sprechen, sagte der belgische Justizminister Koen Geens. Zunächst hatte Abdeslam über seinen Anwalt mitteilen lassen, er wolle mit den Behörden kooperieren. Der 26-Jährige wurde wegen Mittäterschaft an terroristischen Morden angeklagt.

Fahndungsfoto von Salah Abdeslam | Bildquelle: AFP
galerie

Salah Abdeslam soll einer der Drahtzieher der Paris-Attentate sein.

Unterstützung bekommen die belgischen Fahnder jetzt von Interpol. Wie die internationale Polizeibehörde mitteilte, gehört dazu das Überprüfen von Informationen über Verdächtige sowie die Analyse von Vorgehensweisen von Attentätern weltweit einschließlich der verwendeten Waffen und Sprengstoffe. Interpol werde zudem den Zugang zu seiner Datenbank über gestohlene und verlorene Ausweise und Dokumente erweitern, hieß es in einer Mitteilung.

Frankreichs Präsident François Hollande warnte vor einer anhaltenden Bedrohung durch islamistischen Terror. Mit den Razzien in Paris und Brüssel werde die für die Terrorattacken in beiden Städten verantwortliche Verbindung zerschlagen, sagte er. Aber: "Wir wissen, dass es weitere Netzwerke gibt."

Bei den Anschlägen in Brüssel starben mindestens 31 Menschen, 300 wurden verletzt. Unter den Toten ist auch eine Frau aus Aachen.

Die Identität der Brüsseler Terror-Opfer

Bei der Terrorserie in Brüssel kamen mindestens 31 Menschen ums Leben. Inzwischen steht die Identität von einigen fest. Unter den Toten ist nach Angaben der Polizei eine Deutsche - sie stammt aus Aachen. Britische Behörden teilten mit, ein in Brüssel lebender britischer Computerprogrammierer sei unter den Todesopfern. Die Niederlande meldeten den Tod von drei Landsleuten: eine Frau aus Deventer und ein Geschwisterpaar, das in New York lebte. Zwei US-Bürger wurden getötet. Aus China stammt ein Opfer, ebenso eines aus Frankreich. Auch eine Peruanerin gehört zu den Todesopfern.

Darstellung: