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Konflikt zwischen Nationalisten und Unionisten
Gewalt wegen britischer Flagge in Belfast
Ein Streit über das Hissen der britischen Flagge auf dem Rathaus der nordirischen Stadt Belfast hat zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei geführt. Dabei wurden mindestens sieben Personen verletzt.
Irische Nationalisten hatten im Stadtrat dafür gestimmt, die britische Flagge nur noch an 17 Tagen im Jahr wehen zu lassen. Sie zogen damit den Zorn von Unionisten auf sich, die für einen Verbleib Nordirlands im Vereinigten Königreich sind.
Sieben Verletzte bei Ausschreitungen in Belfast
tagesschau 07:00 Uhr, 04.12.2012
Die Polizei konnte eine Erstürmung des Rathauses verhindern. Mehr als 1000 Protestanten hatten sich vor dem Gebäude versammelt, in dem der Stadtrat mit 29 gegen 21 Stimmen dafür votierte, den "Union Jack" mit Ausnahme von 17 Feiertagen vom Dach des Gebäudes zu entfernen. Er wehte dort an jedem Tag seit der Eröffnung des Gebäudes 1906. Einige Demonstranten durchbrachen die Tore um das Rathausgelände, sie beschädigten Fahrzeuge der Mitarbeiter und griffen die Polizei an, die mit Schlagstöcken vorging.
Die Nationalisten stellen seit dem vergangenen Jahr erstmals eine Mehrheit im Stadtrat. Sie sind für einen Anschluss der Region an die Republik Irland. Der Konflikt zwischen Nationalisten und Unionisten wurde erst 1998 mit einem Friedensschluss formell beendet. Bei dem Konflikt starben binnen 30 Jahren mehr als 3600 Menschen.
Stand: 04.12.2012 08:02 Uhr
