Die Innenstadt in Barcelona ist nach dem Anschlag abgesperrt | Bildquelle: REUTERS

Anschlag in Barcelona Was bislang bekannt ist

Stand: 18.08.2017 02:32 Uhr

Terror in Barcelona: Ein Lieferwagen rast über die auch bei Touristen beliebte Flaniermeile "Las Ramblas" in eine Menschenmenge. Es gibt viele Tote und Verletzte. Was ist bislang bekannt? Ein Überblick.

Was ist passiert?

Gegen 17 Uhr fährt am Donnerstagnachmittag ein weißer Lieferwagen mit hoher Geschwindigkeit auf die Flaniermeile Las Ramblas. Die knapp 1,3 Kilometer lange Promenade im Zentrum der Stadt führt vom Plaça de Catalunya im Norden bis zum Alten Hafen am südlichen Ende. In der Mitte dieser Straße ist ein breiter Flanierbereich für Fußgänger, auf diesem rast der Transporter laut Augenzeugenberichten im Zickzack in die Menschenmenge hinein.

Bilder aus Barcelona (unkommentiert) kurz nach dem Anschlag
17.08.2017

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Was ist über das Tatauto bekannt?

Bei dem Tatfahrzeug soll es sich um einen weißen Lieferwagen einer Leihwagenfirma handeln. Ein zweiter Lieferwagen, mit dem die Attentäter womöglich hätten fliehen wollen, sei nahe Barcelona gefunden worden, schreiben zwei katalanische Zeitungen unter Berufung auf die Polizei.

Wie viele Opfer gibt es?

Mindestens 13 Menschen wurden offiziellen Angaben zufolge getötet, mehr als 100 weitere wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Die Flaniermeile "Las Ramblas" ist ein Touristenmagnet, daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass weitere Touristen unter den Opfern sind.

Sind Deutsche unter den Opfern?

Der spanische Zivilschutz teilte mit, von dem Anschlag seien Menschen aus 18 Nationen betroffen, darunter auch Deutsche. Ob die Bundesbürger zu den mindestens 13 Toten oder mehr als 100 Verletzten zählen, wurde nicht mitgeteilt.

Gibt es Festnahmen?

Nach Angaben des katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont wurden zwei Verdächtige festgenommen. Keiner der beiden sei jedoch der Fahrer des Lieferwagens, teilte die Polizei am späten Abend mit. Einer der beiden Männer sei Marokkaner, der andere stamme aus der spanischen Exklave Melilla. Beide stünden direkt in Zusammenhang mit dem Terroranschlag, erklärte der katalanische Polizeichef. Der Fahrer des Lieferwagens ist weiter auf der Flucht.

Handelt es sich um einen islamistisch motivierten Anschlag?

Viel spricht dafür, aber "harte Fakten fehlen noch", sagt ARD-Terrorismusexperte Michael Stempfle. Klar ist aber: Es ist ein Terroranschlag. Die Polizei sprach von einem "massiven Zusammenstoß", der absichtlich durch den Fahrer des Lieferwagens herbeigeführt worden sei. Inzwischen reklamierte die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" über die ihr nahestehende Nachrichtenagentur Amak den Anschlag für sich. Einer "der Soldaten des Islamischen Staates" habe die Tat ausgeführt, meldete Amak.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 17. August 2017 um 22:18 Uhr.

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