In Alcanar gefundene Gasflaschen | Bildquelle: AFP

Anschläge in Spanien Attentäter bereiteten massive Explosion vor

Stand: 20.08.2017 13:51 Uhr

Bei den Ermittlungen nach dem Terrorakt von Barcelona kommen die Ermittler nur mühsam voran. Weiter unklar ist, ob der Hauptverdächtige noch lebt. Dafür ist sich die Polizei sicher: Die Terroristen wollten einen massiven Anschlag vorbereiten.

Die Terrorzelle von Barcelona hat nach Angaben der Polizei mindestens 120 Gasflaschen für "einen oder mehrere Anschläge" in der katalanischen Hauptstadt gehortet. Die Gasflaschen hätten sich in dem Haus in Alcanar befunden, wo die ursprünglichen Anschlagspläne durch eine Explosion durchkreuzt worden seien, teilte die Polizei mit.

Ermittlungen und Trauer nach Terror in Spanien
tagesschau 20:00 Uhr, 20.08.2017, Natalia Bachmayer, ARD Madrid

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Zwei Anschläge

Die Attentäter hatten daraufhin mit Fahrzeugen zwei Anschläge in Barcelona und Cambrils am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag verübt, bei denen insgesamt 14 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden waren. Bei einem anschließenden Einsatz in dem Ferienort Cambrils erschoss die Polizei fünf Attentäter, vier Menschen wurden festgenommen.

Insgesamt hatten sie drei Lieferwagen gemietet. Wer den Lkw über die Flaniermeile Las Ramblas steuerte, ist nach wie vor unklar. Allerdings vermutet die Polizei, dass sich nur eine Person in dem Fahrzeug befand. Auch wollte sie nicht ausschließen, dass der Hauptverdächtige, der 22-jährige Marokkaner Younes Abouyaaqoub, noch am Leben und möglicherweise nach Frankreich geflohen ist.

In Alcanar gefundene Gasflaschen | Bildquelle: AFP
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Die in Alcanar gefundenen Gasflaschen vermitteln eine Ahnung vom Ausmaß der geplanten Explosion.

Zelle zerschlagen?

Insgesamt gehen die Ermittler von zwölf Verdächtigen aus. Nach Einschätzung der spanischen Regierung wurde die Zelle zerschlagen. . Der katalanische Polizeichef sagte, dass die Mitglieder der Terrorzelle vor dem Attentat nicht auffällig gewesen seien - die Behörden hätten sie nicht als Gefährder eingestuft.

Bereits Mittwochnacht war im Ort Alcanar ein Haus durch eine Gasexplosion zerstört worden. Zwei von drei dort gefundenen Leichen konnten inzwischen identifiziert werden.

Imam in Tat verwickelt?

Nach Medienberichten wird auch nach einem Imam gefahndet, bei dem es sich um den Kopf der Zelle handeln soll. Abdelbaki Es Satty predigte bis Juni in der Moschee der Ortschaft Ripoll rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona. Er verbüßte eine vierjährige Haftstrafe wegen Drogenhandels und soll auch Kontakte zu den Verantwortlichen der Zuganschläge 2004 in Madrid gehabt haben, wie die Zeitung "El Pais" berichtete.

Trauermesse in Basilika

In der Basilika Sagrada Familia in Barcelona wurde mit einer Trauerfeier der Terroropfer gedacht. An der Messe in dem weltberühmten, von Antoni Gaudí entworfenen Gotteshaus nahmen auch das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia, Ministerpräsident Mariano Rajoy und der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa teil.

Der Erzbischof von Barcelona, Juan José Omella, verlas eine Botschaft von Papst Franziskus, in der das Oberhaupt der katholischen Kirche Angehörigen und Verletzten sein Beileid aussprach. "Es waren Tage von Tränen und Menschlichkeit", sagte Weihbischof Sebastià Taltavull. Das Volk habe keine Angst. Er sprach sich ausdrücklich dagegen aus, Muslime auszugrenzen.

Mit Informationen von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Über dieses Thema berichtete Tagesschau24 am 20. August 2017 um 14:00 Uhr.

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