Bewaffnete Polizisten stehen neben ihrem Fahrzeug nahe Subirats, Spanien. | Bildquelle: AP

Anschläge in Spanien Ermittler stehen noch vor vielen Fragen

Stand: 22.08.2017 04:44 Uhr

Der mutmaßliche Attentäter von Barcelona ist tot. Die Polizei erschoss ihn gestern Nachmittag in der Nähe von Barcelona. Damit sind nun alle Mitglieder der Terrorzelle entweder tot oder in Haft. Die Ermittlungen sind jedoch noch lange nicht am Ende.

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Auf einer Demonstration von Muslimen am Abend im Zentrum von Barcelona spricht sich die Nachricht schnell herum, dass alle Mitglieder der Terrorzelle tot oder verhaftet sind. Die Teilnehmer der Kundgebung diskutieren darüber - obwohl sie ursprünglich nur klarmachen wollten, dass der Islam nicht gleich Islamismus ist. Dieser Mann sagt: "Wir sind zufrieden, erleichtert, könnte man sagen. Diese Leute können jetzt anderen keinen Schaden mehr zufügen."

Ein anderer fügt hinzu: "Denn Islam bedeutet nicht Terrorismus, Islam heißt Frieden, wir sind keine Terroristen." Ein dritter meint: "Was hier passiert ist, dieser Anschlag, geht uns alle an. Wir sind schließlich auch aus Barcelona. Wir wollen zeigen, dass wir hier mit ganz tollen Menschen zusammenleben. Mir fehlen Worte, das zu beschreiben."

Terrorverdächtige zur Anhörung vor Gericht
tagesschau 12:00 Uhr, 22.08.2017, Jan-Peter Bartels, ARD Madrid

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Hinweis kam aus der Bevölkerung

Wenige Stunden vor der Demo: Anwohner des Ortes Subirats, westlich von Barcelona, rufen die Polizei. Sie sehen, wie in ihrem Ort ein Mann unterwegs ist. Er sieht für sie aus wie der Verdächtige auf dem Fahndungsfoto. Kataloniens Polizeichef Josep Lluís Trapero sagt: "Ein wichtiges Detail war, dass dieser Mann eine Jacke trug. Sehr ungewöhnlich für einen Sommertag mit hohen Temperaturen. Da tragen die wenigsten Kleidung mit langen Ärmeln."

Die Anwohner sprechen den Mann an, der läuft sofort weg. Die Polizei startet daraufhin eine Suche mit einem Hubschrauber. Auf einem Weinberg am Ortsrand stellen die Beamten den Flüchtigen. "Er öffnete die Jacke, darunter trug er ein T-Shirt", sagt der Polizeichef. "Die Beamten sahen dann, dass er außerdem einen Gürtel mit möglichem Sprengstoff am Körper hatte. Sie zogen ihre Waffen und schossen auf ihn, der Mann starb."

Verdächtiger Anschlag Barcelona | Bildquelle: AP
galerie

Nach Younes Abouyaaquoub wurde europaweit gesucht.

Kein Verdächtiger mehr auf der Flucht

Polizeichef Trapero bestätigt vor Journalisten am Abend, dass es sich bei dem Mann um Younes Aboujakub handelt, den Fahrer des Lieferwagens beim Attentat am Donnerstag in Barcelona. Damit sind alle zwölf mutmaßlichen Mitglieder der Terrorzelle von Katalonien tot oder in Haft.

Inzwischen ist auch bekannt, dass zwei bisher noch gesuchte Personen bei der Explosion eines Hauses im Süden Kataloniens vergangene Woche starben - bei dem wahrscheinlichen Unfall in der Bombenwerkstatt der Terrorzelle. Dabei kam nach Angaben der Ermittler auch der Imam ums Leben, der im Verdacht stand, die Gruppe radikalisiert zu haben.

Aufklärung geht weiter

Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont ist erleichtert, dass nun keiner der Verdächtigen auf der Flucht ist. Er lobt die Einsatzkräfte: "Ich möchte die effiziente Arbeit unserer Polizei unterstreichen. Sie hat mit großer Diskretion und Professionalität gehandelt - in enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden Spaniens."

Doch die Arbeit für die Ermittler ist noch nicht beendet: Sie müssen zum Beispiel noch klären, warum die Terrorzelle unbemerkt in Alcanar, Südkatalonien, Bomben bauen konnte. Sie schafften es anscheinend, unerkannt 120 Gasflaschen und Zutaten für die Herstellung von Sprengstoff in das Haus zu bringen. Die Ermittlungen dazu stehen offenbar noch ganz am Anfang.

Europols Rolle bei der Terrorbekämpfung
Morgenmagazin, 22.08.2017, Michael Grytz, ARD Brüssel

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Über dieses Thema berichtete am 21. August 2017 die tagesschau um 20:00 Uhr und die tagesthemen um 22:30 Uhr sowie Deutschlandfunk am 22. August 2017 um 05:15 Uhr.

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