Ermittler: Sabotage war Ursache für Brand in Textilfabrik

Brand in Textilfabrik in Bangladesch

Ermittler sehen Sabotage als Ursache

Der verheerende Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch ist nach Erkenntnissen der Ermittler durch Sabotage verursacht worden. Dem Fabrikbesitzer wird zudem Fahrlässigkeit vorgeworfen. "Das Unglück scheint ein Akt der Sabotage gewesen zu sein, aber die Nachlässigkeit des Besitzers hatte den tragischen Tod der Arbeiter zur Folge", sagte Mainuddin Khandker, Chef des fünfköpfigen Ermittlungsteams. Den Ermittlern zufolge soll gegen den Eigentümer sowie neun weitere Mitarbeiter aus dem mittleren Management Anklage wegen Fahrlässigkeit erhoben werden.

Bei dem Brand in der Mode-Fabrik Ende November in Ashulia waren mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. In dem Gebäude wurde Kleidung für westliche Firmen produziert, so zum Beispiel für die Bekleidungskette C&A, die US-Supermarktkette Walmart und eine Marke des US-Rappers Sean "Diddy" Combs. Die Textilindustrie macht rund 79 Prozent der Export-Einnahmen des Landes aus. Die meisten Produkte gehen nach Europa und die USA.

Bereits Anfang Dezember hatte die Polizei drei Manager verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, nach dem Brandausbruch die Fabrik verschlossen und die Mitarbeiter in Sicherheit gewiegt zu haben.

Ausgebrannte Textilfabrik in Bangladesch (Bildquelle: dapd)
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Die Textilfabrik brannte komplett aus. Mehr als 100 Menschen starben in dem Gebäude.

Stand: 17.12.2012 21:23 Uhr

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