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Nach Brandkatastrophe in Bangladesch

Schon wieder Feuer in Textilfabrik

Erneut ist in einer Textilfabrik in Bangladesch ein Feuer ausgebrochen, offenbar gab es aber keine Verletzten. Erst am Wochenende waren bei einem Brand in einem Textilbetrieb mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Demonstranten fordern nun Konsequenzen aus der Katastrophe.

Von Kai Küstner, ARD-Hörfunkstudio Neu-Delhi

Noch keine zwei Tage ist es her, da hatte Bangladesch den schlimmsten Fabrikbrand in der Geschichte des Landes zu verkraften - nun ist erneut in einem Textilbetrieb Feuer ausgebrochen. Angaben der Polizei zufolge ist diesmal ein zwölfstöckiges Gebäude betroffen. Mehrere Löschzüge seien sofort zum Unglücksort geeilt, heißt es. Nach Behördenangaben gab es offenbar weder Tote noch Verletzte. Alle Arbeiter hätten sich ersten Erkenntnissen zufolge in Sicherheit bringen können.  

Erneuter Brand in Textilfabrik
K. Küstner, ARD Neu-Delhi
26.11.2012 08:11 Uhr

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Demonstranten fordern Konsequenzen

Am Morgen waren Tausende Arbeiter auf die Straßen geströmt. Die wütende Menschenmenge blockierte den Verkehr und verlangte, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die für das verheerende Feuer verantwortlich sind. Es handelte sich bei den Demonstranten um Arbeiter aus der Fabrik, die am Wochenende für mehr als 100 Menschen zur Todesfalle geworden war und um Angestellte aus benachbarten Betrieben.

Ausgebrannte Textilfabrik in Bangladesch
galerie

Ein Polizist geht durch die ausgebrannte Textilfabrik, mehr als 100 Menschen starben hier.

Ausgebrannte Textilfabrik in Bangladesch
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Der Betrieb wurde für viele Menschen zur Todesfalle, da Fenster vergittert waren.

Am Samstag war nach Einbruch der Dunkelheit im Erdgeschoss der Textilfabrik Feuer ausgebrochen. Es hatte sich dann so rasch auf die darüber liegenden Etagen ausgebreitet, dass die dort tätigen Arbeiterinnen und Arbeiter nicht fliehen konnten. Augenzeugen berichten, einige hätten sich aus Verzweiflung aus den Fenstern gestürzt. Und seien dann auf diese Weise ums Leben gekommen oder schwer verletzt worden.

Zulieferer für C&A

Auch der deutsche Textilhersteller C&A ließ in der Fabrik nähen. Das hat die Geschäftsleitung von C&A Europa bestätigt. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf sprach den Opfern sowie deren Angehörigen und Familien sein Mitgefühl aus.

Bei der Einschätzung der Sicherheitsvorkehrungen in der Fabrik gehen die Darstellungen stark auseinander. Die Katastrophe von Dhaka dürfte die Diskussion um Arbeitsbedingungen in Billiglohn-Ländern nun aber in jedem Fall neu entfachen.

Mehr als 100 Menschen sterben bei Brand in Textilfabrik
tagesschau 20:00 Uhr, 25.11.2012, Gabor Halasz, Neu Delhi

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Stand: 26.11.2012 08:44 Uhr

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