Angehörige gedenken der Opfer des Terroranschlags vom 2. Juli in Dhaka

Zwei Monate nach Anschlag in Bangladesch Drahtzieher des Dhaka-Geiseldramas getötet

Stand: 27.08.2016 08:46 Uhr

20 tote Geiseln, zwei tote Polizisten, sechs tote Geiselnehmer - das war die Bilanz des islamistischen Anschlags auf ein Restaurant in Bangladesch Anfang Juli. Nun hat die Polizei offenbar den Drahtzieher getötet.

Knapp zwei Monate nach der tödlichen Geiselnahme von Bangladesch haben die Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben den Drahtzieher getötet. Bei dem Mann soll es sich um Tamim Chowdhury handeln, einen in Bangladesch geborenen Islamisten mit kanadischer Staatsangehörigkeit.

Den Behörden zufolge lieferte sich die Polizei in einer Stadt 25 Kilometer südlich von Dhaka ein einstündiges Feuergefecht mit Chowdhury und seinen Mitstreitern. Dabei seien auch zwei weitere Extremisten getötet worden.

2013 zurück nach Bangladesch gekommen

Bei dem Drama in einem Restaurant in Dhaka Anfang Juli waren 20 Geiseln getötet worden - darunter neun Italiener, sieben Japaner und ein US-Bürger. Neben den Geiseln kamen auch zwei Polizisten und sechs Geiselnehmer ums Leben.

Zu dem Angriff bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat". Die Regierung von Bangladesch hatte seinerzeit betont, bei den Tätern handele es sich um Angehörige einheimischer Terrorgruppen.

Laut den Behörden handelt es sich bei dem nun offenbar getöteten Chowdhury um den Anführer einer Islamistengruppe namens Jamayetul Mujahideen Bangladesch. Chowdhury war 2013 aus Kanada nach Bangladesch zurückgekommen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 27. August 2016 um 13:30 Uhr.

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