Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.

23.02.2012

ARD-Logo

Suche in tagesschau.de

Hauptnavigation
Multimedia
  • VideoLivestream.tagesschau 01:55 Uhr
  • Videotagesschau24.
  • VideoLetzte Sendung.tagesthemen 22:15 Uhr
Inhalt
Ausland
Hochwasser in Bangkok (Foto: dpa)
Bangkok: Das Wasser bleibt - Krankheiten kommen
Hochwasser in Bangkok

Das Wasser bleibt - Krankheiten kommen

In den überschwemmten Vororten Bangkoks mehren sich die Proteste der Bewohner. Dass die Behörden dem Schutz des Stadtzentrums Priorität einräumen, bringt die Menschen in diesen Bezirken auf die Barrikaden. Aus ihrer Sicht opfern die Behörden ihre Häuser für die Geschäfts- und Touristenviertel im Zentrum. Denn während das Zentrum der Hauptstadt vor den Fluten geschützt wird, stehen vor allem im Norden Bangkoks ganze Bezirke unter Wasser.

Die Menschen fordern, die Schleusentore weiter zu öffnen, um das Wasser schneller abzulassen. Einige von ihnen griffen sogar zur Selbsthilfe und begannen, Ablaufrinnen rund um die Schleuse auszuheben. Zum Schutz der Schleusentore wurden Militärpolizisten entsandt.

Hochwasser in Bangkok (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Jeder Weg führt durch das Wasser.]
Hochwasser in Bangkok (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Nur einige Hochstraßen bieten noch trockene Wege]
 

Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra erklärte, er könne nicht zulasten der Mehrheit den Forderungen einer Minderheit nachkommen. Ein Behördensprecher ergänzte, es sei "unmöglich", allen Betroffenen zu helfen. Die Stadt verfüge lediglich über eine begrenzte Zahl an Militärfahrzeugen und Booten. Es könne "nicht in allen Gassen drei Mal täglich Wasser und Nahrung verteilt" werden. Die Einwohner sollten sich die Lebensmittel stattdessen abholen. Bislang hätten sich einige geweigert, in die Notunterkünfte zu ziehen.

Schleusen auf oder zu?

Die thailändische Regierung und die Stadtverwaltung von Bangkok sind beim Krisenmanagement zudem nicht einer Meinung. Während Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra am Montag anordnete, eine weitere Schleuse im Nordosten der Stadt zu öffnen, warnte Gouverneur Sukhumbhand vor den Folgen für andere Stadtbezirke und Industriegebiete.

Audio: Spannungen zwischen Bewohnern und Behörden nehmen zu

AudioUdo Schmidt, ARD-Hörfunkstudio Singapur 01.11.2011 15:49 | 1'04
  • Download Download der Audiodatei: 
    Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:
    Technische Details einblenden

Das Wasser wird trübe und faulig

Unterdessen wird die Lage in den überschwemmten Wohngebieten immer angespannter. Wasser und Lebensmittel werden knapp, die medizinische Versorgung ist sehr schlecht. Das Wasser beginnt trübe und faulig zu werden, es drohen Krankheiten. Die Menschen leiden zunehmend unter Durchfall und Entzündungen. Ratten, Schlangen und anderes Ungeziefer machen ihnen das Leben zusätzlich schwer. Laut den Behörden wird das Wasser allerdings frühestens in zehn Tagen abgeflossen sein.

Schon drei Monate Hochwasser in Thailand

Thailand erlebt seit etwa drei Monaten die heftigsten Regenfälle und Überschwemmungen seit Jahrzehnten; besonders betroffen sind der Norden und das Zentrum des Landes. Über 380 Menschen kamen bislang ums Leben, neun Millionen Menschen verloren ihre Bleibe. Tausende Fabriken mussten geschlossen werden.

Stand: 01.11.2011 15:07 Uhr
 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW