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Der meistgesuchte Terrorist Indonesiens ist tot. Dulmatin, der als einer der Drahtzieher des Bombenanschlags auf Bali im Jahr 2002 galt, ist bei einem Anti-Terror-Einsatz in einem Internet-Café bei Jakarta erschossen worden.
Von Bernd Musch-Borowska; ARD-Hörfunkstudio Südostasien
Einen Tag nach einer Razzia in der Nähe von Jakarta bestätigte der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono den Tod des Top-Terroristen Dulmatin. Das Führungsmitglied der Terrororganisation Jemaah Islamiyah war gestern von Sicherheitskräften in Pamulang in der Provinz Tangerang erschossen worden.
[Bildunterschrift: Bei dem Anschlag auf Bali 2002 waren mehr als 200 Menschen getötet worden, darunter viele Australier. ]
Präsident Yudhoyono, der zur Zeit auf Staatsbesuch in Australien ist, gab den Tod Dulmatins während eines Empfangs im Parlamentsgebäude in Canberra bekannt. Der 39 Jahre alte Terrorist Dulmatin, alias Umar Patek, soll an dem Bombenanschlag auf der indonesischen Ferieninsel Bali im Jahr 2002 beteiligt gewesen sein, bei dem mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen waren, darunter fast 100 australische Touristen.
Australiens Premierminister Kevin Rudd beglückwünschte die indonesischen Behörden zu ihrem erfolgreichen Kampf gegen den Terrorismus: "Ich möchte den indonesischen Behörden und Präsident Yudhoyono unsere Anerkennung zum Ausdruck bringen. Das war eine sehr erfolgreiche Operation der Sicherheitskräfte, ebenso wie andere Operationen in der jüngsten Vergangenheit. Der Kampf gegen die Terrororganisationen ist eine sehr schwere Arbeit und die indonesischen Behörden haben dabei signifikante Erfolge erzielt."
[Bildunterschrift: Der indonesische Topterrorist Dulmatin (Fahndungsbild und Polizeifoto nach dem Tod) ]
Die Anti-Terroreinheit der indonesischen Polizei hatte gestern ein Internet-Café gestürmt, kurz nachdem sich Dulmatin im Internet eingeloggt hatte. Er habe einen Schuss aus einem Revolver abgefeuert, bevor er niedergeschossen wurde, hieß es. Die USA hatten auf den Tod oder die Ergreifung Dulmatins eine Belohnung von 10 Millionen Dollar ausgesetzt.
Bei weiteren Aktionen hatten die Sicherheitskräfte zwei andere Terroristen erschossen und mehrere Personen festgenommen. Polizeisprecher Edward Aritonang sagte, es könne noch einige Zeit dauern, bis deren Identität geklärt sei: "Diese Männer sind aus West-Java und Jakarta. Sie werden mit der Terrorgruppe in Verbindung gebracht, die in Aceh aktiv ist und die wir seit einiger Zeit verfolgen. Es handelt sich wahrscheinlich um die Beschaffer von Geld und Waffen für die Terrorgruppe."
Die indonesische Anti-Terroreinheit hatte im Februar eine Reihe von Einsätzen gegen militante Gruppen in der Provinz Aceh unternommen. Medienberichten zufolge stehen die Razzien in Zusammenhang mit dem bevorstehenden Besuch von US-Präsident Barack Obama in rund 10 Tagen.
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