Helfer des Technischen Hilfswerkes beobachten die Bergearbeiten unter Flutlicht.  | Bildquelle: dpa

Nach Zugunglück in Oberbayern Bergungsarbeiten gehen weiter

Stand: 11.02.2016 10:30 Uhr

Nach dem schweren Zugunglück in Bayern sind die Bergungsarbeiten am Morgen fortgesetzt worden. In der Nacht mussten die Arbeiten wegen des schlechten Wetters unterbrochen werden. Die Ursache für den Frontalzusammenstoß der beiden Züge ist weiter unklar.

Nach dem schweren Zugunglück von Bad Aibling setzen die Einsatzkräfte die Bergung der beiden Züge fort. In der Nacht mussten die Arbeiten wegen des schlechten Wetters unterbrochen werden. Die Bergung der verunglückten Züge werde voraussichtlich noch zwei Tage dauern, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. "Sollte die Bergung in dieser Zeit nicht abgeschlossen sein, wird auch am Wochenende weitergearbeitet."

Ursache des Zugunglücks weiterhin unklar
ARD-Morgenmagazin, 11.02.2016, Vera Cornette, BR

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Zwei Spezialkräne sind im Einsatz

Die noch fahrtüchtigen Wagen sollen vom Unfallort weggeschleppt werden, dann werden die zertrümmerten Teile von Spezialkränen geborgen. Die Aufräumarbeiten werden durch dieselben Umstände erschwert wie zuvor die Rettung der Opfer: Die Unglücksstelle liegt in einem Waldstück an einer Hangkante, die steil zu einem Kanal abbricht, und ist nur schwer zu erreichen. Weil bei der Bergung tonnenschwere Zukräfte an den Teilen wirken, müssen die Einsatzkräfte langsam und vorsichtig vorgehen.

Mira Barthelmann, BR, zu den Aufräumarbeiten in Bad Aibling
tagesschau24 09:00 Uhr, 11.02.2016

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Im Laufe des Nachmittags wird bereits die endgültige Auswertung der beiden bislang gefundenen Blackboxen erwartet, sagte Mira Barthelmann, BR-Reporterin bei den Aufräumarbeiten in Bad Aibling in tagesschau24. Sie sollen Aufschluss geben, wie schnell die Züge waren, ob gebremst wurde, wenn ja wie stark, und ob ein rotes Signal überfahren wurde. Die Rettungskräfte rechnen laut Barthelmann damit, die dritte Blackbox im Lauf des Tages zu finden.

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft könnte es noch Wochen dauern, bis Klarheit über die Unfallursache herrsche. Bisher gebe es keine Hinweise auf einen technischen Fehler oder auf Fehler bei der Signalbedienung durch einen der Lokführer, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.

Bei dem schweren Zugunglück in Oberbayern waren am Dienstag zehn Menschen ums Leben gekommen, etwa 80 wurden verletzt.

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