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[Bildunterschrift: Australiens Regierungschef Kevin Rudd ]
Der neue australische Premierminister Kevin Rudd hat unmittelbar nach seiner Vereidigung das Kyoto-Klimaschutzprotokoll ratifiziert. "Es ist die erste Amtshandlung und unterstreicht die Entschlossenheit meiner Regierung, den Klimawandel anzupacken", sagte Rudd, dessen Laborpartei am 24. November die Wahlen gewonnen hatte. Sein konservativer Amtsvorgänger John Howard hatte das Protokoll abgelehnt. Nun sind die USA das einzige Industrieland der Welt, dass das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase ablehnt.
Australien wird nun nach einer Frist von 90 Tagen offiziell Mitglied des Kyoto-Protokolls. In dem Protokoll haben sich die Industriestaaten verpflichtet, den Ausstoß der wichtigsten Treibhausgase bis 2012 um mindestens fünf Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Heute haben auf der südostasiatischen Ferieninsel Bali Verhandlungen über ein Anschlussabkommen begonnen. Auch Rudd nimmt daran teil.
Neben dem sozialdemokratischen Politiker wurden 29 Minister von Generalgouverneur Michael Jeffery in der Hauptstadt Canberra ernannt. Damit ging die elfjährige Amtszeit des konservativen Regierungschefs Howard zu Ende.
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