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Heftige Regenfälle im australischen Queensland
Drei Tote bei Überschwemmungen nach Tropensturm
Heftige Regenfälle nach Tropensturm "Oswald" haben im Osten Australiens für Überschwemmungen gesorgt. Drei Menschen kamen dabei ums Leben. Besonders hart getroffen hat es die Stadt Bundaberg im Südosten des australischen Bundesstaates Queensland - dort stehen 1200 Häuser unter Wasser. Die Millionenstadt Brisbane wappnet sich mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Von Udo Schmidt, ARD-Hörfunkstudio Singapur
Schon jetzt stehen rund 1200 Häuser unter Wasser, mehr als einen Meter hoch strömen die Fluten durch die Stadt. Und Rowan Bond, der Koordinator des Katastrophenschutzes, warnt vor noch mehr Hochwasser: "Wir müssen jetzt evakuieren. Verlassen Sie ihre Häuser, sammeln sie ihre Wertsachen ein, helfen sie ihren Nachbarn", fordert Bond die Einwohner auf. "Wir bringen Sie in Notunterkünften unter, es muss alles so schnell wie möglich gehen."
Hochwasser im australischen Queensland
U. Schmidt, ARD-Hörfunkstudio Südostasien
28.01.2013 08:33 Uhr
Für manche kommt diese Warnung allerdings schon zu spät. Linda Brough wohnt auf einem Hausboot am Ufer des Flusses Burnett, der durch Bundaberg fließt. Ihr Boot hat sich in der Strömung losgerissen. Brough hat alles verloren. "Wir haben jetzt in einem Wohnwagen übernachtet, die Kinder haben alles zurücklassen müssen", sagt Brough. "Und wir haben das alles vor zwei Jahren bei der letzten Flut schon mal erlebt."
Schwere Überschwemmungen an der Ostküste Australiens
tagesschau 08:00 Uhr, 28.01.2013
Mehrere Deiche nach Tropensturm "Oswald" gebrochen
Der Fluss Burnett steigt nach den heftigen Regenfällen, die der Tropensturm "Oswald" mit sich gebracht hat, immer weiter; mehrere Deiche sind bereits gebrochen. Drei Menschen kamen am Wochenende in den Fluten ums Leben, in der Nähe von Bundaberg, in Brisbane und in Gympie.
"Schreckliche Neuauflage der Geschichte"
Viele Menschen in Queensland fühlen sich an die schlimmen Überschwemmungen vor genau zwei Jahren erinnert: 30 Menschen starben damals in den Fluten, etwa 29.000 Häuser wurden unbewohnbar. Brett Jensen führt das Restaurant "Spinnmaker Flood Bar" in Bundaberg. Nun ist es zum zweiten Mal überschwemmt: "Was für eine schreckliche Neuauflage der Geschichte. Das wird uns jetzt den Rest geben, ganz ehrlich", sagt Jensen.
Brisbane: Tausende Sandsäcke gegen das Hochwasser
Brisbane ist die Hauptstadt des Bundesstaates Queensland, zwei Millionen Menschen leben hier. Schon jetzt ist der gleichnamige Fluss über die Ufer getreten, tausende Sandsäcke werden derzeit gestapelt. Am Ende aber wird das nicht reichen, weiß Graham Quirk, der Bürgermeister von Brisbane: "Heute Nacht erwarten wir den ersten Höchststand des Flusses Brisbane, dann wieder morgen Nachmittag und am Mittwoch."
Mindestens 3000 Häuser im Geschäftsviertel Brisbanes, das nah am Fluss liegt, gelten als gefährdet. Ins ganz Queensland sind derzeit rund 250.000 Haushalte ohne Strom - und es regnet immer weiter.
Stand: 28.01.2013 09:16 Uhr
