Der Ayers Rock in Australien | Bildquelle: picture alliance / blickwinkel/K

Ayers Rock in Australien Klettern bald verboten

Stand: 01.11.2017 09:06 Uhr

"Das ist nicht Disneyland": Seit Jahren hatten die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, ein Verbot gefordert, nun ist es da. Ab 2019 dürfen Touristen nicht mehr auf den Ayers Rock, den "Heiligen Berg", klettern. Bislang machen das 30.000 pro Jahr.

Auf Australiens "Heiligen Berg" - den Uluru oder Ayers Rock - dürfen künftig keine Touristen mehr klettern. Das hat die Verwaltung des Nationalparks Uluru-Kata Tjuta beschlossen. Damit kommt sie Forderungen nach, die von Australiens Ureinwohnern, den Aborigines, schon seit vielen Jahren erhoben wurden.

Luftaufnahme vom Ayers Rock | Bildquelle: REUTERS
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Der Ayers Rock gehört zu Australiens bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

Der Uluru - ein Felsblock, der in den verschiedensten Rot- und Brauntönen leuchtet - ragt mitten in der Wüste etwa 350 Meter in die Höhe. Er gehört zu Australiens bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Mehr als 250.000 Touristen nehmen jedes Jahr lange Reisen auf sich, um in das abgelegene Gebiet zu kommen. Mehr als 30.000 klettern dann auch tatsächlich nach oben. Der Berg gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Gefährlicher Aufstieg

Der Aufstieg ist anstrengend und auch gefährlich. Auf der 1,6 Kilometer langen Strecke kamen schon mindestens 36 Menschen ums Leben, viele davon nach einem Herzinfarkt. Bei Regen oder großer Hitze ist der Aufstieg bereits heute verboten. Zudem wurde bisher an alle Besucher appelliert, auf die Gefühle der Aborigines Rücksicht zu nehmen.

Touristen, die auf den Ayers Rock in Australien klettern | Bildquelle: REUTERS
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Mehr als 30.000 Touristen klettern jedes Jahr auf den "Heiligen Berg". Der Aufstieg ist gefährlich, auf der Strecke kamen schon mindestens 36 Menschen ums Leben.

"Heiliges Gelände, kein Spielplatz"

Damit ist es jetzt allerdings nicht mehr getan. Die Parkbehörde beschloss einstimmig, ab 2019 alle Klettertouren zu verbieten. Der Aborigines-Stamm der Anangu, die seit mindestens 30.000 Jahren in der Nähe leben, hatte dies schon seit langem gefordert. Der Vorsitzende der Behörde, Sammy Wilson - selbst ein Anangu -, sagte: "Das ist für uns heiliges Gelände. Kein Spielplatz und auch kein Themenpark wie Disneyland."

Der Name Uluru wurde bis in die 1990er-Jahre fast ausschließlich von Aborigines verwendet. Inzwischen hat er sich international durchgesetzt. Zuvor war in und außerhalb Australiens die englische Bezeichnung Ayers Rock üblich. Der Name geht auf einen ehemaligen Premierminister Südaustraliens zurück, Henry Ayers.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. November 2017 um 10:00 Uhr.

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