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Der Medizin-Campus der Universität von Colorado

US-Medienberichte über mutmaßlichen Aurora-Täter

Mordpläne vor der Tat an Universität geschickt?

Der mutmaßliche Amokläufer von Aurora hat nach US-Medienberichten vor seiner Tat ein Paket mit Texten und Zeichnungen über Mordfantasien verschickt. Dieses sei in einer Poststelle der Universität Colorado gefunden worden, an der der Verdächtige James Holmes bis vor kurzem studierte. Laut dem TV-Sender NBC machte der 24-Jährige die Ermittler jetzt selbst auf das Päckchen aufmerksam. Er habe es mit seinem Namen als Absender verschickt.

Obama fordert schärfere Waffenkontrollen
tagesschau 17:00 Uhr, 26.07.2012, Karin Dohr, ARD Washington

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Unklar sei, wann das Paket vor dem Kino-Massaker mit zwölf Toten in der Poststelle angekommen und warum es dann nicht an den Empfänger zugestellt worden sei. Nach Angaben des US-TV-Senders Fox News war es an einen Psychiater adressiert. Das Päckchen sei am Montag in der Poststelle gefunden worden, habe sich aber wohl schon rund eine Woche dort befunden.

Über die Inhalte machte die Polizei mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben. Die Sender berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise aber, in dem Paket habe sich ein Notizbuch befunden, in dem es um das Töten von Menschen ging.

Holmes, der in Untersuchungshaft sitzt, wird vorgeworfen, in der vergangenen Woche zwölf Menschen in einem Kino von Aurora in Colorado getötet zu haben.

Mutmaßlicher Amokläufer informierte angeblich Universität
M. Ganslmeier, NDR Washington
26.07.2012 17:31 Uhr

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Obama will Waffenkauf stärker kontrollieren

US-Präsident Barack Obama sprach sich unterdessen für bessere Kontrollen beim Waffenkauf aus. Er gehe davon aus, dass viele Waffenbesitzer mit ihm übereinstimmen würden, dass ein Sturmgewehr in die Hand von Soldaten und nicht in die von Kriminellen gehöre, sagte er bei einer Veranstaltung in New Orleans. Geistig Verwirrte sollten nicht so leicht an Waffen kommen können.

Nach Einschätzung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney hätten schärfere Waffengesetze die Bluttat jedoch nicht verhindert. Holmes habe viele seiner Waffen illegal gekauft, sagte Romney dem TV-Sender NBC: "Diese Person hätte keine Waffen oder Bomben haben dürfen." Der Verdächtige habe mit dem Besitz vieler seiner Waffen bereits gegen das Gesetz verstoßen.

Holmes hatte seine drei Waffen, mit denen er in das Kino in Aurora kam, nach bisherigen Erkenntnissen allerdings legal gekauft. Er bestand alle notwendigen Überprüfungen.

Sechs Tage nach dem Amoklauf wurde unterdessen das erste Opfer beerdigt. Unter den rund 150 Trauergästen in einer Kirche in Denver waren auch Colorados Gouverneur John Hickenlooper und Auroras Bürgermeister Steve Hogan.

Stand: 26.07.2012 01:18 Uhr

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