Aufräumarbeiten nach dem Schneesturm an der US-Ostküste | Bildquelle: AP

Nach dem Blizzard an US-Ostküste Packt die Schneeschaufeln aus

Stand: 25.01.2016 05:05 Uhr

"Jonas" oder "Snowzilla" - es war der schwerste Wintersturm an der US-Ostküste seit Jahren. Mindestens 20 Menschen starben. Nach anderthalb Tagen Dauerschnee beginnen nun die Aufräumarbeiten bei strahlendem Sonnenschein.

Von Andreas Horchler, ARD-Studio Washington

Der Sturm ist vorbei, ein halber Meter Schnee bleibt. Auf Gehwegen, auf den Straßen, an den Flughäfen. Die Männer mit den Schneepflügen räumen die Hauptstraßen.   

"Das ist nasser, matschiger Schnee", sagt einer von ihnen. "Wir werden versuchen, so viel wie möglich zu räumen."

In vielen Jahren schneit es in der Hauptstadtregion gar nicht. Jetzt gab es mehr als einen halben Meter Schnee in 36 Stunden. Rekordverdächtig. Die meisten Washingtoner verhielten sich vernünftig, versichert ein Feuerwehrmann.

So glimpflich verlief Wintersturm "Jonas" nicht überall: In Kentucky und Pennsylvania steckten Hunderte Autofahrer auf Autobahnen fest, für eine viertel Million Menschen fiel zeitweise der Strom aus, in New Jersey überschwemmten Atlantikwellen manche Ortskerne.

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Blizzard in den USA

eingeschneites Auto

Ja, es ist ein Auto. Es steht in der Jenifer Street in Washington. Und es wird sicher dort so lange stehen, bis der Schnee getaut ist, den der Wintersturm "Jonas" zuhauf an die US-Ostküste gebracht hat. | Bildquelle: dpa

Die New Yorker dürfen wieder Auto fahren

Viele Gouverneure haben den Winternotstand inzwischen wieder zurückgenommen, die New Yorker dürfen wieder Auto fahren, manche Flüge starten wieder. Mit Schneeschaufeln werden die Menschen in der Region jedoch noch eine Weile zu tun haben. Manche haben es dabei besonders eilig. "Wir besuchen hier unseren Sohn und unsere Schwiegertochter", erzählt ein Mann, der sich darum bemüht, den Schneemassen Herr zu werden. "Die beiden haben gestern ein Baby bekommen. Also habe ich einen Pfad gegraben, damit sie ins Haus kommen. Wir versuchen einfach Platz zu machen."

Aufräumarbeiten nach dem Blizzard haben begonnen
tagesschau 09:00 Uhr, 25.01.2016, Sandra Ratzow, ARD Washington

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Im Repräsentantenhaus fallen Abstimmungen aus

Schulen und US-Kongress bleiben erst einmal geschlossen, im Repräsentantenhaus fallen für Dienstag und Mittwoch geplante Abstimmungen wegen des Wetters aus. Damit wird auch das Votum verschoben, dass ein Veto von Präsident Barack Obama gegen die von den Republikanern geplante Abschaffung seiner Gesundheitsreform aushebeln soll.

Von Normalität kann also noch keine Rede sein. Es gibt einfach zu viel Schnee. Den Rekord meldete übrigens Glengarry in West Virginia. Dort wurden 107 cm Neuschnee gemessen. Aber die Menschen an der gesamten Ostküste werden sich noch lang an den Wintersturm erinnern, der in anderthalb Tagen so viel Schnee brachte, wie oft in einem ganzen Winter nicht fällt.  

Aufräumarbeiten nach Schneesturm "Jonas"
A. Horchler, HR Washington
25.01.2016 03:47 Uhr

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