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[Bildunterschrift: Nach einem Vorfall vor knapp drei Wochen steht das Atomkraftwerk Tricastin erneut wegen einer Panne im Blickpunkt der Öffentlichkeit. ]
Zum zweiten Mal innerhalb von gut zwei Wochen hat es in dem französischen Atomkraftwerk Tricastin eine Panne gegeben. Bei Wartungsarbeiten seien 100 Menschen "leicht kontaminiert" worden, teilte eine Sprecherin des Kraftwerks mit. Auswirkungen für die Gesundheit der Betroffenen sowie die Umwelt gebe es nicht.
Die Atomaufsichtsbehörde (ASN) stufte den Vorfall auf Stufe 0 der von null bis sieben reichenden Störfallskala ein. Nach der Öffnung eines Abzugsrohrs im Inneren der Anlage sei radioaktiver Staub freigesetzt worden, sagte der Chef des Atomkraftwerks, Alain Peckre, der Nachrichtenagentur AFP.
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Wie ein Sprecher der Atomaufsichtsbehörde erklärte, sei die Veröffentlichung einer Mitteilung zu dem Unfall vorgesehen, obwohl dies bei Vorfällen der Stufe 0 normalerweise nicht üblich ist. Die Entscheidung sei angesichts der Anzahl der betroffenen Menschen sowie der vorangegangenen Zwischenfälle in Tricastin am 7. Juli und in einer Brennstäbefabrik in der Nähe von Grenoble in der vergangenen Woche getroffen worden.
Die radioaktive Dosis, die die Betroffenen abbekommen hätten, bezeichnete der Sprecher als "unbedeutend". In Frankreich werden jedes Jahr mehrere hundert Vorfälle in Atomkraftwerken auf der Stufe 0 eingeordnet.
Tricastin hatte erst vor gut zwei Wochen über Frankreich hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Am 7. Juli waren aus einem Betrieb zur Reinigung radioaktiv verstrahlter Materialien vermutlich sechs Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit in die Umwelt gelangt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Behörden nicht.
In der vergangenen Woche war in einer Brennstäbefabrik in Romans-sur-Isère uranhaltige Flüssigkeit aus einer brüchigen Leitung ausgetreten. Beide Vorfälle waren von der ASN auf Stufe 1 der Störfallskala eingestuft worden. Nach dem Uranunfall in Tricastin entschied sich Frankreichs Regierung in der Umgebung aller Atomanlagen das Grundwasser untersuchen zu lassen.
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