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[Bildunterschrift: Marinesprecher Igor Dygalo unterrichtete die Medien über den Unfall, hier ein Archivbild von 2005 ]
Bei einer Havarie auf einem russischen Atom-U-Boot sind mindestens 20 Matrosen und Zivilisten an Bord getötet worden. Der Unfall ereignete sich in einem Unterseeboot der Pazifikflotte mit insgesamt 208 Menschen an Bord, teilte Marinesprecher Igor Dygalo mit. Den genauen Ort des Unglücks und den Namen des Schiffs wollte er nicht nennen. Berichten zufolge gehört es zur Akula-Klasse. Radioaktivität sei bei dem Vorfall nicht ausgetreten, an Bord sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Das Boot habe aus eigener Kraft Kurs auf einen Hafen im fernöstlichen Gebiet Primorje genommen. Der Haupthafen dort ist Wladiwostok.
Das U-Boot nahm an einem Manöver teil, als sich das Unglück ereignete. Auf offener See sei das Feuerlöschsystem plötzlich losgegangen, sagte Dygalo. Der U-Boot-Zerstörer "Admiral Tributs" sei dem Boot zur Hilfe gekommen und habe die Verletzten an Bord genommen. Präsident Dmitri Medwedjew sei über den Vorfall informiert worden. Er habe eine Untersuchung des Unglücks angeordnet.
Laut einem Militärexperten wurde das Löschsystem durch "technische Fehler" ausgelöst - möglicherweise durch Programmier- oder Betriebsfehler der Konstrukteure, die an Bord Tests vorgenommen hätten. Aktiv wurde das System demnach in höchstens zwei Kammern des U-Boots. Der Brandschutz bei U-Booten sei sehr kompliziert und aufwändig. Bricht ein Feuer aus, werde der betroffenen Kammer Sauerstoff entzogen oder der Brand mit Hilfe eines Gases erstickt - für die Menschen, die sich in der Kammer aufhalten, werde es lebensgefährlich.
[Bildunterschrift: U-Boot vom Typ "Project 971 Shchuka-B" der Akula-Klasse im Militärhafen Murmansk im Juli 2008. Vermutlich ist das havarierte Boot gleichen Typs, eine Bestätigung steht noch aus. ]Vor acht Jahren waren bei einer Explosion im russischen Atom-U-Boot "Kursk" im August 2000 alle 118 Mann an Bord ums Leben gekommen, nachdem ein schadhafter Torpedo an Bord explodiert war.
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