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[Bildunterschrift: In der Atomanlage Tricastin in Frankreich wurde erneut eine Panne gemeldet. ]
Auf dem Gelände der südfranzösischen Urananreicherungsanlage Pierrelatte bei Avignon ist aus einem Leck in einem Abflussrohr uranhaltige Flüssigkeit in das Erdreich gesickert. Durch ein defektes Ventil sei eine winzige Menge radioaktives Uran in einen unterirdischen Abwasserkanal des Werks geraten, teilte die Betreiberfirma Comurhex am Abend in einer Erklärung mit.
Laut Berechnungen des Werks konnten 250 Gramm Uran jährlich in den den Abwasserkanal umgebenden Boden gelangen. Die zuständige Regionalbehörde, die Präfektur von Drôme, teilte mit, die Umweltrisiken erschienen nach Einschätzung der bisher zugänglichen Informationen durch die Atomaufsichtsbehörde (ASN) als sehr gering. Zugleich kündigten die Behörden eine genauere Überprüfung des Schadens an.
Wie die Betreiberfirma Comurhex erklärte, hatten Arbeiter während Modernisierungsarbeiten das defekte Ventil bemerkt. Gelegentlich seien Abwässer durch das Ventil aus einem Analyselabor in einen eigentlich nicht mehr genutzten Abwasserkanal gelangt. Die Abwässer sollten demnach eigentlich in eine Wiederaufbereitungsanlage geleitet werden.
"Angesichts des geringen und sehr unregelmäßigen Durchflusses kann die Menge des betroffenen Materials nur gering sein", hieß es. In der Anlage in Pierrelatte wird Uranhexafluorid hergestellt, das für die Urananreicherung gebraucht wird.
Die Anlage in Pierrelatte gehört zu dem Komplex des Atomkraftwerks Tricastin, in dem sich zuletzt Anfang Juli und Anfang August Pannen mit uranhaltiger Flüssigkeit ereignet hatten, die nach Behördenangaben keine Gefahr für die Bevölkerung darstellten.
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