Astronauten Kornijenko, Wolkow und Kelly nach ihrer Landung in Kasachstan | Bildquelle: REUTERS

Raumfahrer landen in Kasachstan Rückkehr nach 340 Tagen im All

Stand: 02.03.2016 08:27 Uhr

Mehr als 5000 Mal haben die beiden Astronauten Kelly und Kornijenko die Erde umkreist. Gemeinsam verbrachten sie knapp ein Jahr auf der Internationalen Weltraumstation ISS - auch als Test für etwaige Flüge zum Mars. Nun kehrten sie mit ihrem Kollegen Wolkow auf die Erde zurück - und freuten sich über einfache Dinge.

Nach fast einem Jahr im Weltall sind der US-Astronaut Scott Kelly und der Russe Michail Kornijenko wohlbehalten von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurückgekehrt. Bei leichten Minustemperaturen landete die Kapsel mit den beiden Männern und ihrem russischen Kollegen Sergej Wolkow in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan. "Die frische Luft fühlt sich herrlich an", sagte Kelly nach dem Ausstieg aus der drei Tonnen schweren Sojus.

Der Aufenthalt von Kelly und Kornijenko in der Schwerelosigkeit dauerte 340 Tage und damit doppelt so lange wie sonstige Einsätze auf dem Außenposten der Menschheit. Ihr Kollege Wolkow war 182 Tage im All. Die sogenannte Jahresmission von Kelly und Kornijenko gilt als Test für eine Reise zum Mars in vielen Jahren.

Astronauten kehren nach 340 Tagen auf der ISS sicher zur Erde zurück
Tagesschau 20:00 Uhr, 02.03.2016, Ingo Zamperoni, ARD Washington

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Die beiden Männer hatten seit Ende März 2015 auf der ISS gearbeitet und gemeinsam 5440 Mal die Erde umkreist. Die beiden Astronauten sind Weltallveteranen und flogen schon zu mehreren Missionen in den Orbit.

Kelly ist der erste Nicht-Russe, der einen solch langen Non-Stop-Flug absolviert hat. Seine Zeit im All ist zudem US-Rekord. Den längsten Einzelflug im Weltraum hat der Russe Waleri Poljakow absolviert. Er umkreiste 438 Tage lang die Erde.

Astronauten Kelly und Kornijenko auf der ISS | Bildquelle: AP
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Funktionierendes Team im All: Astronauten Kelly (l.) und Kornijenko (r.)

Schwerelosigkeit schwächt die Muskeln

Helfer trugen die Raumfahrer nach der Landung um 10.26 Uhr Ortszeit (5.26 Uhr MEZ) etwa 150 Kilometer südöstlich von Scheskasgan zu Klappstühlen, wo sie gut gelaunt und in Decken gehüllt in Kameras winkten. Durch den Aufenthalt in der Schwerelosigkeit sind ihre Muskeln geschwächt.

Dreieinhalb Stunden vor der Landung hatte die Sojus-Kapsel von der ISS rund 400 Kilometer über der Erde abgedockt. In dem Weltraum-Forschungslabor leisten nun Juri Malentschenko (Russland), Timothy Kopra (USA) und Tim Peake (Großbritannien) Dienst.

Am 19. März soll eine dreiköpfige Verstärkung zur Raumstation starten. Russland ist nach dem Aus für die US-Space-Shuttles 2011 das einzige Land, das bemannte Flüge zur ISS organisiert.

Sichere Landung nach 340 Tagen auf der ISS
H. Krause. ARD Moskau
02.03.2016 09:07 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. März 2016 um 09:00 Uhr.

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