Julian Assange vor der Flagge Ecuadors | Bildquelle: dpa

WikiLeaks-Gründer Haftbefehl gegen Assange bleibt bestehen

Stand: 06.02.2018 16:59 Uhr

Seit sechs Jahren lebt WikiLeaks-Gründer Assange im Exil in einer Botschaft in London. Das wird sich vermutlich so schnell nicht ändern: Der britische Haftbefehl gegen ihn wird aufrechterhalten.

Der britische Haftbefehl gegen den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, bleibt bestehen. Das hat die zuständige Richterin des Westminster Magistrates' Court entschieden. Seit etwa sechs Jahren lebt Assange mittlerweile in der Botschaft von Ecuador in London. Als er in die Botschaft flüchtete, lag ein europäischer Haftbefehl wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in Schweden gegen ihn vor.

Möglicherweise droht Todesstrafe

Assange befürchtete, erst nach Schweden und anschließend in die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden. Dort droht ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats - möglicherweise sogar die Todesstrafe: Die USA beschuldigen Assange, auf seiner Plattform Wikileaks brisante Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht zu haben.

Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft in Stockholm stellte im Mai 2017 zwar ihre Ermittlungen ein, doch besteht nach wie vor ein britischer Haftbefehl gegen Assange. Die Polizei wirft ihm vor, gegen Kautionsauflagen verstoßen zu haben, als er sich in die diplomatische Vertretung flüchtete. Scotland Yard kündigte an, Assange festzunehmen, sollte er die Botschaft verlassen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Februar 2018 um 17:00 Uhr.

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