Syriens Präsident Bashar al Assad im Interview mit der ARD

ARD-Korrespondent zu Assad-Gespräch "Assad will, dass sein System überlebt"

Stand: 01.03.2016 14:51 Uhr

Was treibt Syriens Machthaber Assad, Krieg gegen die eigene Bevölkerung zu führen? Thomas Aders konnte ihm diese Frage stellen - er musste allerdings auch vier Jahre auf den Interviewtermin warten. Im direkten Kontakt erlebte Aders einen Mann der zwei Persönlichkeiten.

Schon 2012 wollte ARD-Korrespondent Thomas Aders mit Syriens Präsident Baschar al-Assad sprechen. Doch erst vier Jahre später bekam er die Gelegenheit.

Im Vorfeld des Interviews gab es zwar Auflagen, doch die Fragen mussten nicht vorab abgesprochen werden. "Das hätten wir auch nicht getan", so Aders. "Es war uns sehr wichtig, frei fragen zu können, ohne dass wir eingeschränkt werden." 

Thomas Aders, ARD Kairo, zu seinem Interview mit Bashar al-Assad
tagesschau 14:00 Uhr, 01.03.2016

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"Gespenstische Atmosphäre"

Als "gespenstisch" erlebte Aders die Atmosphäre rund um das Interview. "Wir hatten den Eindruck, da sitzen zwei Personen vor uns." Während Assad im Vorgespräch zurückhaltend, scheu und beinahe ängstlich wirkte, wurde er im Laufe des Interviews immer lockerer und gesprächiger. Assad habe schnell zu seiner Rhetorik zurückgefunden, "in der er sehr ausgebufft und geschult ist".

Für Assad gehe es im Syrien-Krieg vor allem um dass, was er als "Stabilität" bezeichne. Er wolle, "dass das System seines Regimes überlebt - und er wird alles dafür tun, dass das so weiter geht."  

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