ARD-Korrespondent Armbruster in Syrien angeschossen

Zustand des 65-Jährigen stabil

ARD-Korrespondent Armbruster in Syrien angeschossen

Jörg Armbruster in Kairo
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ARD-Korrespondent Armbruster ist in Syrien verletzt worden.

Der langjährige ARD-Fernsehkorrespondent für die Arabische Welt, Jörg Armbruster, ist im nordsyrischen Aleppo angeschossen worden. Nach einer Notoperation in einer syrischen Klinik wurde er in einem türkischen Krankenhaus erneut operiert, wie ein SWR-Sprecher mitteilte. Armbrusters Zustand sei inzwischen stabil. Er soll voraussichtlich am Montag gemeinsam mit dem SWR-Hörfunkreporter Martin Durm nach Deutschland ausgeflogen werden.

Reportage über die Rebellen

Armbruster hielt sich seit Anfang der Woche zusammen mit Durm im Gebiet der Freien Syrischen Armee (FSA) auf, um eine Reportage über die Rebellen zu drehen. Die Sendung war für den 10. Juni 2013 geplant.

Armbruster hatte erst im Januar dieses Jahres die Leitung des Auslandsstudios in Kairo seinem Nachfolger Volker Schwenck übergeben. Armbruster hatte dort mehrere Jahre für den Südwestrundfunk und die ARD über die arabische Welt berichtet.

Vom Hörfunk zum Fernsehen

Jörg Armbruster (Bildquelle: SWR/Korte)
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Seit 1973 für die ARD im Einsatz: Jörg Armbruster

Seine journalistische Karriere begann Armbruster 1973 beim Hörfunk des WDR. Später wechselte er zum Süddeutschen Rundfunk (SDR), einem der Vorgänger des SWR, und dort zum Fernsehen. In der Zeit von 1999 bis 2005 war Armbruster zum ersten Mal Auslandskorrespondent und Studioleiter in Kairo. Bis 2010 gehörte er dann zum Moderatorenteam des "Weltspiegel". Seit August 2010 war Armbruster wieder Studioleiter in Kairo und erlebte dort die Umwälzungen im Zuge des Arabischen Frühlings mit. So berichtete er unter anderem in der Tagesschau am 11. Januar 2011 live vom Rücktritt Mubaraks.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. März um 20:00 Uhr.

Stand: 31.03.2013 12:23 Uhr

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