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Bei den heutigen argentinischen Präsidentschaftswahlen hat Staatschefin Cristina Fernandez de Kirchner gute Chancen auf eine Wiederwahl. Die 58-Jährige dürfte laut Meinungsumfragen bis zu 57 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Von ihren sieben Rivalen kam bei den jüngsten Umfragen keiner auf mehr als 17 Prozent.
[Bildunterschrift: Die Wiederwahl ist der Präsidentin so gut wie sicher. ]
Besonders bei der armen Bevölkerung erfreut sich Fernandez großer Beliebtheit. Sie erhöhte nicht nur die Renten, sondern erst im September auch das Mindestgehalt um 25 Prozent auf umgerechnet rund 390 Euro und damit auf den höchsten Satz in Lateinamerika. Die Zahl der Armen in Argentinien ist seit 2003 stetig zurückgegangen.
Rund ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemanns und Amtsvorgängers Nestor Kirchner sind die Popularitätswerte der 58-jährigen Präsidentin so hoch wie nie. Mit Spannung wird erwartet, ob Fernandez und ihre Peronistische Partei auch die Mehrheit im Kongress zurückerobern können. Dies würde es der Präsidentin erleichtern, ihre umstrittene Wirtschaftspolitik fortzusetzen.
Kritiker werfen der Regierung vor, die Unabhängigkeit der Notenbank zu missachten und Inflationsdaten schönzurechnen. Zudem wird Fernandez vorgehalten, sich mit Preisobergrenzen und Exportvorschriften zu stark in die Marktwirtschaft einzumischen.
Doch angesichts der anhaltend hohen Wachstumsraten von durchschnittlich mehr als sieben Prozent und den niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit rund 20 Jahren kann Fernandez wohl weitere vier Jahre die Geschicke der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas lenken.
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