Ein Mann mit argentinischer Flagge in Buenos Aires | Bildquelle: dpa

Protest in Argentinien Stillstand nach Streik

Stand: 06.04.2017 20:45 Uhr

Das öffentliche Leben in Argentinien steht für 24 Stunden still. Grund ist ein Generalstreik der Gewerkschaften. Hunderte Flüge fallen aus, Busse und Bahnen fahren nicht. Am Rande des Streiks gab es mehrere Festnahmen und Verletzte.

Wegen eines Generalstreiks ist das öffentliche Leben in Argentinien weitgehend zum Erliegen gekommen: Rund 800 nationale und internationale Flugverbindungen fielen aus, weite Bereiche der Industrieproduktion, das Bildungs- und Gesundheitswesen sowie der Bankverkehr wurden lahmgelegt. Von der Streichung der Flüge waren rund 60.000 Reisende betroffen.

In Buenos Aires kam es an einer Straßenblockade zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Mehrere Menschen wurden festgenommen, einige wurden verletzt.

Generalstreik gegen Macris Wirtschaftspolitik in Argentinien
tagesschau 20:00 Uhr, 06.04.2017, Michael Stocks, ARD Rio de Janeiro

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Inflation von 40 Prozent

Hintergrund des Streiks ist der wirtschaftsliberale Kurs des argentinischen Präsidenten Mauricio Macri. Die Gewerkschaften machen ihn für die hohe Inflation und die grassierende Arbeitslosigkeit verantwortlich. Mit dem 24-stündigen Ausstand soll gegen Macris Politik protestiert werden. Es ist der erste Generalstreik seit Macris Amtsübernahme vor 16 Monaten.

"Der Streik zeigt die Unzufriedenheit im Land, es gibt täglich neue Entlassungen", erklärte einer der drei Generalsekretäre des Gewerkschaftsdachverbands. Sie fordern freie Tarifverhandlungen. Die Regierung hatte eine Obergrenze für Gehaltserhöhungen festgelegt, die nicht die für 2017 angepeilte Inflationsrate von 18 Prozent übertreffen sollte. Die Inflation lag 2016 bei über 40 Prozent.

Manipulierte Statistiken

Laut der Regierung geht es mit der Wirtschaft langsam aufwärts. Da die Vorgänger-Regierung jahrelang alle Statistiken manipuliert hat, weiß niemand, ob die Wirtschaft wirklich aus der Rezession kommt oder ob die Zahlen nur die üblichen Saisonschwankungen spiegeln.

Macri hatte bei seiner Wahl einen wirtschaftlichen Aufschwung versprochen. Die Wirtschaftsleistung Argentiniens brach jedoch im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent ein, die hohe Inflationsrate schmälert die Kaufkraft der meisten Bürger, rund ein Drittel von ihnen lebt unterhalb der Armutsgrenze. Am 22. Oktober stehen Parlamentswahlen an.

Generalstreik legt Argentinien lahm
Ivo Marusczyk, ARD Buenos Aires
06.04.2017 23:43 Uhr

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Mit Informationen von Ivo Marusczyk, ARD-Studio Südamerika

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